„Vierwaldstättersee – Im Herzen der Schweiz“ 19.2.2018

19. Februar 2018
11:10 bis 11:55

„Vierwaldstättersee – Im Herzen der Schweiz“ am Montag, 19.2.2018, um 11:10 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Die grandiose Kulisse macht den Vierwaldstättersee zum Sehnsuchtsort für Reisende aus aller Welt. Nicht nur geografisch bildet die Region das Herz der Schweiz. Jahrhundertealte Traditionen treffen auf junge, unkonventionelle Lebenswelten.

Bahnbrechende Ingenieursleistungen brauchte es, um die Bergspitzen rund um den Vierwaldstättersee zu erobern. Hier gibt es die weltweit höchste Dichte an Seil- und Zahnradbahnen. Steigungen von über 48 Prozent erklimmt die steilste Zahnradbahn der Welt hoch zum Pilatus-Massiv. Und dies auf den Originalgleisen von 1889. Darauf ist Werkstattleiter Werner Kramer besonders stolz.

Nach Schanghai und Paris ist die Seemetropole der drittgrößte Umschlagplatz für Uhren. Beat Weinmann mischt mit im Geschäft, indem er alles anders macht als die Konkurrenz. Keine Werbung, seine Uhren tragen keine Logos. Allein über das Internet finden Kunden aus aller Welt in sein Atelier, das zugleich auch Kreativraum für Bea Weinmann ist, die sich dort ein Fotostudio eingerichtet hat.

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Jede freie Minute ist Corinne Erni in den Bergen unterwegs. Die Geologin ist Spezialistin für Naturgefahren und weiß um die Risiken, wenn die Zivilisation zu nahe an Gebirgshänge und Felsen rückt.

Die extreme Topografie der Vierwaldstättersee-Region begeistert nicht nur Naturfans und Bergsteiger. Sie setzt sich unter der Seeoberfläche fort und macht den Voralpensee zum Ziel von Tauchexkursionen.

Nostalgie kommt auf, sobald die historischen Raddampfer in See stechen. Für deren Erhalt ist die Luzerner Shiptec-Werft zuständig. In der Werfthalle wird ein hochmodernes Passagierschiff für den Vierwaldstättersee gebaut. Adina Hochuli möchte nach ihrer Lehre in der Werft Maschinenbau studieren und ist begeistert, bei dem Schiffsneubau dabei zu sein.
Einen anderen Lebensentwurf hat Julia Gissler. Hoch über dem See ist die junge Sennerin manchmal zwei, drei Wochen mit ihren Tieren alleine. Nur eine einfache Seilbahn führt auf den Oberaxen. Dort hilft sie ihrem Vater beim Wildheuen in den hochgelegenen Steilwiesen.

Wegen seiner Moor- und Karstlandschaften ist der Wilde Westen Luzerns, das Entlebuch, berühmt. Das einzige UNESCO-Biosphärenreservat der Schweiz wurde mit überwältigender Zustimmung der Bevölkerung gegründet. Dieser Erfolg ist vor allem Theo Schnider, dem Leiter der Biosphäre, zu verdanken. Mit dem Biologen Christian Wittker durchstreift er das Schutzgebiet. Sie haben Glück: Bis auf wenige Meter können sie sich einer Gruppe von kapitalen Steinböcken nähern. Die Tiere sind Symbol für einen erfolgreichen Naturschutz, waren sie doch fast ausgerottet.