24.7.2013 – Unfall auf A7 zwischen Kempten-Leubas und Dietmannsried

24.7.2013 Kempten. Zu einem schweren Unfall kam es heute auf der A7 zwischen den Anschlußstellen Kempten-Leubas und Dietmannsried. Eine Person wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Die Suche nach einem geflohenen Unfallverursacher hat am Mittwoch Vormittag für einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt.

Kurz vor 05 Uhr hatte ein Oberallgäuer der Polizei mitgeteilt, dass sein 18-jähriger Sohn, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, sich unberechtigt den BMW der Familie genommen hätte und damit unterwegs sei.

Die Suche nach dem Pkw endete kurze Zeit später, als der entwendete Pkw auf der A7 im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Süden zunächst auf einem gesperrten Fahrstreifen eine Kehrmaschine überholte im weiteren Verlauf gegen 05:35 Uhr am Ende der Baustelle die Sperrbarken durchbrach und nach wenigen Metern frontal mit einem in Richtung Norden fahrenden Pkw zusammenprallte.

Bei der Kollision wurde der aus dem Oberallgäu stammende 37-jährige Fahrer des Peugeot in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der Unfallverursacher verließ dagegen umgehend sein Fahrzeug und flüchtete nach einem kurzen Gespräch mit einer Zeugin quer über die Autobahn und den Wildschutzzaun in Richtung eines Industriegebietes.

Während die Feuerwehr den schwerst verletzten Mann aus seinem Fahrzeug, das auf der Leitplanke zum Stehen gekommen war, befreien musste, begann die Suche nach dem Flüchtigen. Mit Unterstützung von Diensthunden durchsuchten zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr das Industriegebiet.

Gegen 08:40 Uhr konnte schließlich der leicht verletzte Flüchtige zwischen Fahrzeugen in diesem Bereich angetroffen werden. Wie bereits zuvor vermutet, handelte es sich um den 18 Jährigen, der das Fahrzeug seines Vaters unberechtigt geführt hatte. Da der junge Mann sowohl einen Alkohol, als auch einen Drogenvortest verweigerte, wurde nach Anordnung durch einen Richter eine Blutentnahme durchgeführt.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen des 37 Jährigen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten ein Gutachter zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzugezogen. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, der gesamte Sachschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt. Aufgrund des Unfalls, der von der Verkehrspolizeiinspektion Kempten bearbeitet wird, war die Fahrbahn Richtung Norden für die Unfallaufnahme vollständig gesperrt.

(PP Schwaben Süd/west, 10:30 Uhr, OwC)