27.1.2020 – Gefahrstoffaustritt in Kempten

28.1.2020 Kempten im Allgäu. Bei einem Logistikbetrieb in der Dieselstraße in Kempten kam es gegen 14:30 Uhr zu einem Austritt von Gefahrgut.

Ein Lkw mit Ladung aus Frankreich fuhr auf den Hof des Betriebs. Der Fahrer meldete sich im Büro des Unternehmens; als er wieder zu seinem Fahrzeug zurückkam, stellte er den Austritt einer Flüssigkeit von der Ladefläche fest.
Er reagierte schnell und parkte den Lkw oberhalb einer Abtropfwanne, so dass die Flüssigkeit nicht unkontrolliert ins Freie austrat.

Die Ladung bestand aus Abfallstoffen der Plastikherstellung in flüssiger Form, welche in Fässern transportiert wurde.

Aufgrund der Mitteilung wurde durch die Beamten der Polizeiinspektion Kempten in Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr Kempten ein Gefahrenradius von fünfzig Metern um die Austrittsstelle festgelegt und abgesperrt. Die Feuerwehr näherte sich dem Fahrzeug mit Schutzausrüstung und lokalisierte die Austrittsstelle am Boden eines 200-Liter-Fasses.

Nach ersten Schätzungen gelangten etwa 60-70 Liter des umweltgefährdenden Stoffes (Klassifikation UN3082) in die Abtropfwanne.

Eine Gefahr für Anwohner, Beschäftigte oder die Umwelt entstand dabei nach Abklärung mit Verantwortlichen der Stadt Kempten und des Wasserwirtschaftsamtes sowie der Freiwilligen Feuerwehr nicht.

Seitens des ebenfalls eingesetzten Gefahrguttrupps der Autobahnpolizeistation Memmingen wird nun geprüft, inwiefern Verstöße gegen Verpackungs-, Verlade- oder Transportvorschriften vorliegen und anschließend gegebenenfalls ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Durch den zweistündigen Einsatz kam es zu kleineren Verkehrsbehinderungen, da aufgrund der Absperrung der Gefahrenstelle keine Lkw auf das Betriebsgelände einfahren konnten und sich der Verkehr daher zurückstaute.

Die Freiwillige Feuerwehr Kempten war mit 56 Angehörigen im Einsatz, die das Gefahrgut banden. Es wurde durch Verantwortliche des Betriebs fachgerecht entsorgt.

(PI Kempten / APS Memmingen)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)