29.1.2020 – Auffinden von menschlichen Überresten und Gegenständen aus dem Zweiten Weltkrieg in Lindau

29.1.2020 Lindau. Am 29.1.2020, gegen 12:20 Uhr, wurden bei Grabungsarbeiten im Bereich der Baustelle des Reutiner Bahnhofs durch Baustellenarbeiter mehrere Gegenstände aufgefunden, die zeitlich den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs zuzuordnen sind.

Neben einem Helm, der aufgrund der charakteristischen Form vermutlich der Deutschen Wehrmacht zuzuordnen ist, wurden Teile eines Feldtelefons, ein Soldbuch, ein Blechteller, eine leere Glasflasche und mehrere Metallgegenstände gefunden.

Außerdem waren Gebeine, die mit hoher Wahrscheinlichkeit menschlichen Ursprungs sind, unter den aufgefundenen Gegenständen.

Hinweise auf Kampfmittel im Boden liegen derzeit nicht vor. Das Gelände wurde vor Baubeginn durch einen Kampfmittelräumdienst ergebnislos abgesucht und für die Bauarbeiten freigegeben.

Der Volksbund wurde über den Fund in Kenntnis gesetzt und wird in nächster Zeit weitere Nachforschungen an der Fundstelle unternehmen. Bis dahin wurden die Bauarbeiten im Bereich des Fundortes unterbrochen.

Die aufgefundenen Gegenstände wurden sichergestellt und bis zur Übergabe an die Kriegsgräberfürsorge bei der Polizei verwahrt.

Nach Beendigung der Suche soll der Wehrmachtsangehörige identifiziert und umgebettet werden.

(PI Lindau)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)