29.9.2018 – Motorradkontrollen am Jochpass

30.9.2018. Am Freitag den 28. und am Samstag den 29.9.2018 führte die Kontrollgruppe Motorrad des PP Schwaben Süd/West am Jochpass Motorradkontrollen durch.

Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr wurden am Freitag knapp 60 Kräder angehalten und kontrolliert. Hierbei wurden 18 Kräder beanstandet. Darunter waren drei Kräder mit abgefahrenen Reifen, dreimal war aufgrund von technischen Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen und zweimal wurden die Fahrer wegen des Verdachtes des Kennzeichenmissbrauchs angezeigt. Bereits auf der Anfahrt zur Kontrollstelle wurde ein landwirtschaftliches Gespann festgestellt, das aufgrund seiner fehlenden Ladungssicherheit angehalten wurde. Da auch der Verdacht eines Steuervergehens besteht, wurde Anzeige gegen den Fahrer erstattet.

Am Samstagnachmittag wurde die Kontrollgruppe von der PI Sonthofen unterstützt. Zur Überwachung des Überholverbotes wurde zudem ein Videokrad eingesetzt.

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Da viele Kradfahrer an der Kontrollstelle talwärts vorbei fahren und dann im Verlauf der Passstraße, im Glauben nicht mehr erwischt zu werden, verbotenerweise Überholen, überwachte das Videokrad die Kradfahrer, die Richtung Bad Hindelang fuhren.

Trotz eindeutiger Beschilderungen wurden 14 Kradfahrer festgestellt, die im Überholverbot überholten. Außerdem wurden zum ersten Mal für beide Fahrtrichtungen Kontrollstellen eingerichtet. So konnten knapp 190 Kräder kontrolliert werden.

An den Kontrollstellen mussten weitere 61 Kräder bzw. ihre Fahrer beanstandet werden. Alleine bei 12 Krädern waren die Kennzeichen so weit hochgebogen, dass eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauch erstattet werden musste. Eine Messung mit einem stationären Geschwindigkeitsmessgerätes wäre hier nicht mehr möglich gewesen.

11 Mal war die Betriebserlaubnis wegen technischer Veränderungen erloschen und leider wurden an 9 Krädern abgefahrene Reifen festgestellt.

Ein 50-jähriger niederländischer Kradfahrer hatte sogar gar kein Profil mehr auf seinem Hinterreifen, wollte aber eigentlich noch nach Italien fahren. Für den Niederländer war, genauso wie für einen 38 Jahre alten Österreicher, der ohne gültige Fahrerlaubnis in die Kontrolle fuhr, die Fahrt zu Ende.

Das absolut Unverständlichste lieferte jedoch ein Biker aus Waltenhofen ab. Dieser hatte sein Krad nach einem Unfall laienhaft selber wieder am Rahmen zusammengeschweißt. Die Schweißnähte zeigten aber bereits wieder Risse und so versuchte er mit Winkelblechen den Rahmen zusammenzuhalten. Der Rahmen hätte jederzeit während der Fahrt brechen können.

Da ihm selbst während der Kontrolle die Gefahr, in der er schwebte nicht so recht einleuchten wollte, musste der Schlüssel des Krades sichergestellt werden. Zusätzlich hatte er sein Kennzeichen verbotswidrig angebracht. Ihn erwarten nun neben einer Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauch ein empfindliches Bußgeld und ein klärendes Gespräch mit der Zulassungsbehörde.

Die Kontrollgruppe Motorrad wird noch den gesamten Oktober ihre Kontrollen fortführen. Ein Blick auf die Reifen und die Einhaltung der Verkehrsregeln würden sich bestimmt für alle Kradfahrer lohnen.

(Verkehrspolizeiinspektion Kempten)

(Foto: Polizei)