30.4.2018 – Falsche Polizisten in Lindau

30.4.2018 Lindau. Aktuell häufen sich Meldungen zu falschen Polizeibeamten. Im Großraum Lindau sind wieder Anrufe angeblicher Polizeibeamter festzustellen. Die vorgebrachte Geschichte folgt dabei dem bekannten Muster:

Der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter oder auch anderen behördlichen Vertreter vor und erklärt, dass bei dem Angerufenen ein Einbruch geplant sei. Aus diesem Grund solle dieser sein Barvermögen und seinen Schmuck in Sicherheit bringen.

Ein Kollege könne alles abholen, es wäre aber auch möglich, Geld und Schmuck im Umfeld des Anwesens zu verstecken. Im Telefondisplay des Angerufenen werden die Rufnummern „110“ oder die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle angezeigt.

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In den aktuellen Fällen wird die Ortsvorwahl (08381) angezeigt. Bislang sind vier Fälle bekannt, zu einer Geldübergabe kam es bisher nicht.

Die Anrufer verhalten sich äußerst professionell und sind sehr sprachgewandt. Ein in den letzten Wochen neu aufgetretenes Phänomen ist, dass die Angerufenen aufgefordert werden, beim örtlichen Polizeirevier zurück zurufen.

Gleichzeitig wird ein „Freizeichen“ in die Telefonleitung eingespielt um vorzugaukeln, dass das Gespräch beendet wurde. Beim Rückrufversuch meldet sich der falsche Polizeibeamte erneut, da die Verbindung tatsächlich nicht unterbrochen wurde.

Die Polizei rät deshalb:

Setzen Sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis

Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse

Staatliche Stellen fordern niemals auf diese Art und Weise Bargeld

Rufen Sie Ihre örtliche Polizei zurück und erkundigen sie sich. Verwenden Sie hierfür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern die Ihnen bekannte

Rufen Sie bei dem geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen! Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als betrogen zu werden.

(PP Schwaben Süd/West; 30.04.2018, 14.00 Uhr/Wa)

(Foto: Polizei)