30.7.2013 – Streit unter Asylbewerbern in Neu-Ulm endet tödlich

31.7.2013 Neu-Ulm. Nach bisherigen Informationen kam es bereits seit einigen Tagen zwischen einem 29-jährigen Mann aus Pakistan und einem 20-jährigen Landsmann zu Streitigkeiten.

Bei einer ersten Eskalation kam es am Nachmittag des 29.7. zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei welcher der 29-Jährige leicht verletzt und bedroht wurde.

Aufgrund von diesem Vorfall wandte sich der Mann am Dienstag an die Polizeiinspektion Neu-Ulm und erstattete Anzeige. Noch am Nachmittag wurde der 20-Jährige von einem Beamten vernommen und bezüglich seines Verhaltens belehrt. Trotz dieser sogenannten Gefährderansprache kam es am Dienstagabend, gegen 20:15 Uhr, zu einer erneuten Auseinandersetzung der beiden Männer.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde hierbei der ledige 29-Jährige von seinem Kontrahenten durch eine Stichverletzung am Rumpf so schwer verletzt, dass die Hilfe des umgehend verständigten Notarztes zu spät kam und der Mann noch am Tatort verstarb. Der 20-jährige Tatverdächtige konnte durch die herbeigeeilten Polizeibeamten widerstandslos in der Asylbewerberunterkunft festgenommen werden.

Das vermutliche Tatmesser konnte aufgefunden und sichergestellt werden. Die Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt wurden umgehend von Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm mit Unterstützung des Kriminaldauerdienstes aufgenommen. Die Asylbwerber, die zunächst aufgrund des Vorfalles das Gebäude verlassen mussten, konnten gegen Mitternacht in ihre Unterkunft zurückkehren.

Der Tatverdächtige wird im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen dem Haftrichter vorgeführt werden.

(PP Schwaben Süd/West, 09:15 Uhr, OwC)


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