31.8.2019 – Motorradkontrolle in Obergünzburg

1.9.2019 Obergünzburg. Am gestrigen Samstag führte die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, in Zusammenarbeit mit Kräften der Polizeiinspektion Kaufbeuren, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr eine Motorradkontrolle durch.

104 Motorräder wurden angehalten und genau unter die Lupe genommen.

Erschreckenderweise mussten 58 Kräder bzw. ihre Fahrer beanstandet werden. Acht Krädern wurde vor Ort die Weiterfahrt aufgrund von unzulässigen und gefährdenden Anbauten wie Bremshebel sowie Fußrastenanlagen bzw. Manipulationen an den Auspuffanlagen untersagt. Sie mussten ihre Heimreise auf Anhängern weiterführen.

An 23 Krädern erlosch aufgrund von Veränderungen bzw. fehlenden Bauteilen die Betriebserlaubnis. Mangelhafte Reifen wurden an acht Krädern festgestellt.

Ein 61 Jahre alter Urlauber aus Hessen war auf der Heimreise von einem 3.000 km Ausflug. Seine Reifen wiesen bereits 0 mm Profil auf. Die 600 km nach Hause wären seiner Meinung nach schon noch gegangen. Seine Mitfahrerin war jedoch, genauso wie die kontrollierenden Beamten, anderer Meinung.

Die Auspuffanlage des Krades eines Unterallgäuers, ebenfalls bereits über 60 Jahre, war manipuliert und somit lauter als erlaubt. Der Unterallgäuer war absolut uneinsichtig und machte klar, dass er weiterfahren würde. Ihm wurde die Auspuffanlage als Beweismittel vor Ort weggeschraubt und er durfte sein Motorrad mit dem Anhänger nach Hause befördern.

An einer Harley eines, ebenfalls über 60 Jahre alten, Baden Württemberger war neben einigen unzulässigen Anbauteilen auch das Kennzeichen so angebracht, dass es nicht mehr lesbar war. Da der Verdacht des Kennzeichenmissbrauchs vorlag, wurde gegen ihn Anzeige erstattet. Auch er musste sich einen Anhänger als Mitfahrgelegenheit organisieren.

(VPI Kempten)

(Foto: Polizei)