4.3.2019 – Polizeieinsatz im Hauptbahnhof Lindau

5.3.2019 Lindau. Am Montag befand sich um die Mittagszeit ein Kontrollteam der Grenzpolizei im Lindauer Hauptbahnhof.

Hierbei fiel ihnen zwei Männer auf, die sie einer Kontrolle unterziehen wollten. Während der Personenüberprüfung des einen Passanten ergriff die zweite Person die Flucht und rannte davon.

Die ihn verfolgenden Beamten konnten ihn kurz darauf noch am Rande des Bahnhofes einholen und stellten den jungen Mann aus Afghanistan.

Bei seinem Fluchtversuch stieß er noch eine junge Frau zur Seite und schubste diese so unglücklich, dass diese im Anschluss daran über Rückenschmerzen klagte.

Der Grund des Davonlaufens war auch schnell geklärt. Während seiner Flucht warf der Mann ein Tütchen mit weißem Pulver weg, welches sich später als Amphetamin herausstellte.

Während die Grenzer die Verfolgung des Flüchtigen aufnahmen, verwahrte ein Passant das Tütchen bei sich, bis die Streife den Geflohenen wieder eingefangen hatte und übergab es danach an die Polizeibeamten.

Aufgrund der gesamten Umstände und des Fluchtverhaltens erfolgte im Anschluss eine Wohnungsdurchsuchung in der Unterkunft des Afghanen. Dort trafen die Beamten zunächst zwei weitere Personen an, die sich ohne Aufenthaltsstatus bzw. ohne erforderliche Reisepass im Bundesgebiet aufhalten.

Beide Personen werden wegen aufenthaltsrechtlicher Verstöße zur Anzeige gebracht.

Bei einem weiteren Mitbewohner konnten die Beamten unter der Matratze einen Tabakbeutel mit einer Kleinmenge Marihuana sicherstellen. Neben den Verstößen nach dem Ausländerrecht, welche in der Unterkunft festgestellt wurden, muss sich der ursprünglich geflohene Afghane auch wegen eines Betäubungsmitteldelikts und wegen einer Körperverletzung verantworten, weil er hierbei die Frau zur Seite stieß.

Als weiteres Betäubungsmitteldelikt verbleibt der Tabakbeutel bei einem Mitbewohner unter der Matratze.

(Grenzpolizeiinspektion Lindau)

(Foto: Polizei)