5.9.2021 – Motorradkontrollen anlässlich der „European Bike Week“

5.9.2021. In der Zeit vom 7. bis 12. September 2021 findet am Faaker See in Österreich nach einjähriger durch Corona bedingter Pause wieder die „European Bike Week“ statt. Eine der Anreiserouten führt über die Bundesautobahn A8 durch den Dienstbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Die Verkehrspolizeiinspektion Neu-Ulm organisiert daher in Kooperation mit der Kontrollgruppe Motorrad (KGM) des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf dem Parkplatz der Tank- und Rastanlage Leipheim an der BAB 8 während der Hauptanreisezeit Motorradkontrollen.

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)

Hierdurch sollte der Verkehrssicherheit Rechnung getragen und grenzüberschreitende Kriminalität bekämpft werden.

Im Laufe des Kontrolltages wurden knapp 50 Motorradfahrer mithilfe für diesen Anlass bereitgestellter Polizeimotorräder von der Autobahn in die Kontrollstelle geleitet.

Hier führten die speziell geschulten Beamten der Kontrollgruppe Motorrad sowie unterstützende Beamte der benachbarten Polizeidienststellen ganzheitliche Verkehrskontrollen durch. Unterstützung erhielten sie hierbei auch von der Fahndungs- und Kontrollgruppe sowie der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Neu-Ulm.

An insgesamt 13 Motorrädern war aufgrund vorangegangener technischer Änderungen die Betriebserlaubnis erloschen, zum Beispiel durch Umbauten an der Abgasanlage oder der Lenkeinrichtung.

Eine Kradfahrerin fuhr ein Motorrad mit einer geänderten Auspuffanlage. Da dadurch die Betriebserlaubnis erloschen war, musste sie ihr Fahrzeug anschließend abschleppen lassen. Zwei Fahrzeuge unterschritten zudem die Mindestprofiltiefe ihrer Bereifung.

Bei einem weiteren Fahrer gab es Anhaltspunkte für vorangegangenen Konsum von Medikamenten und Drogen. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt, die nun untersucht wird.

Bei der Durchsuchung seines Gepäcks fanden die Beamten zudem ein Einhandmesser. Da der Besitzer kein berechtigtes Interesse für die Mitnahme des Messers angeben konnte, zogen sie es ein.

Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte auch zwei Fernreisebusse. Hier beanstandeten sie bei einem gambischen Fahrgast einen Verstoß nach dem Aufenthaltsgesetz.

Der Mann war nicht im Besitz eines gültigen Reisepasses. Aber auch der Bus war nicht ohne technische Mängel.

Die Beamten der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Neu-Ulm stellten fest, dass ein Reifen der Hinterachse stark beschädigt war.

Den Fahrer des Busses erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren und er musste eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen.

Unabhängig von der Kontrollstelle teilte wenig später ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer über den Polizei-Notruf einen Transporter mit, der augenscheinlich falsch beladen war. Bei der anschließenden Kontrolle ergab eine Wägung mittels spezieller Radlastwagen eine Überladung von 80 Prozent.

Zudem wurde von dem polnischen Fahrer keine Ladungssicherung betrieben und keine Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeiten mitgeführt. Der Fahrer muss nun mit einem Gesamtbußgeld im dreistelligen Bereich rechnen.

(VPI Neu-Ulm)