7.7.2021 – Biertransporter bei Kempten beinahe umgekippt – Ladung mangelhaft gesichert und zu schnell

Am Mittwoch, gegen 17:15 Uhr, fuhr ein 54-jähriger Kraftfahrer mit seinem Sattelzug von der B12, aus Richtung Marktoberdorf kommend, auf die A7 in Richtung Ulm auf.

Im Bereich der Überleitung auf die A7 rutschte die Ladung des Sattelzugs, 1.120 Bierkisten mit einem Gewicht von knapp 24 Tonnen so stark nach links, dass die Seitenplane des Aufliegers stark nach außen gedrückt und die Verstrebungen verbogen wurden; der Auflieger drohte umzukippen.

Der Grund für das Verrutschen der Ladung dürfte in der mangelhaften Sicherung der Ladung liegen in Kombination mit nicht angepasster Geschwindigkeit.

Beim Auslesen des digitalen Kontrollgeräts wurde außerdem festgestellt, dass der Fahrer auf der B12 mit 93 statt der erlaubten 60 km/h gefahren war.

Da der Kraftfahrer seinen Wohnsitz in Polen hat, musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

In einem Zeitraum von rund fünf Stunden war der Einsatzbereich gesperrt. Die Ladung konnte zum größten Teil unbeschädigt geborgen bzw. umgeladen werden. Ein Abschleppunternehmen sicherte den Auflieger gegen Umkippen ab.

Neben dem Abschleppunternehmer waren noch die Autobahnmeisterei, sowie drei Fahrzeuge der FFW Kempten mit neun Einsatzkräften vor Ort, außerdem ein Havarie-Sachverständiger für das Bergen der Ladung.

(VPI Kempten)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)