Arbeiten im Park an der Hochwasserente in Wangen beginnen

2.7.2021 Wangen im Allgäu. Eisensteg bei der Isnyer Brücke wird kommende Woche ausgehoben – Zugang zur Betonbrücke gesperrt.

Die Vorbereitungen für die neue Anlage im Park bei der Hochwasserente beginnen am Montag, 5. Juli 2021.

Blick über den Argensteg von Ufer zu Ufer: Der sanierte Steg wird barrierefrei zugänglich und rutschfest sein. Foto: Stadt Wangen / Sturm

Der Park wird ringsherum eingezäunt und der Eisensteg nördlich der Isnyer Brücke zur Sanierung entfernt.

Das bedeutet: Wer üblicherweise durch den Park bei der Hochwasserente Richtung Altstadt geht, nutzt zunächst die Isnyer Brücke und den Gallussteg.

Sobald es der Bauablauf zulässt, wird der Betonsteg und der Weg dorthin wieder provisorisch für Fußgänger geöffnet.

Die gesamten anstehenden Arbeiten dienen dazu, die jetzt grüne Fläche in eine blumenreiche Gartenlandschaft zu verwandeln.

Das heutige Erscheinungsbild des Grünbereichs um die Hochwasserente ist im wesentlichen Folge der Ertüchtigung des Hochwasserschutzes.

Entsprechende Schutzbauten sind dort seit 2005 kaum sichtbar in die Landschaft eingebaut. Gekennzeichnet ist das Areal bisher durch Bäume, Sträucher, Rasenflächen, die Boccia-Bahn und den Fußweg, der vor allem zum Weitergehen, weniger zum Bleiben animiert.

Auch Radfahrer nutzen ihn, was immer wieder zu Konflikten führt. Künftig – so die Planung – sollen die Radler den Radweg auf der anderen Argenseite nutzen.

 

Park soll klimafest werden

Künftig sollen sich Menschen und Tiere in dem Park wohlfühlen können. Für Bienen und andere Insekten soll ein Naturraum mit neuen Nahrungsquellen geschaffen werden.

Im Zuge der Bepflanzung wird eine Hecke zu der Wohnbebauung gesetzt. Sie dient dazu, Abstand zu den dahinter liegenden Privatgrundstücken zu schaffen. Außerdem werden in der Anlage Bäume gepflanzt und zwar mehr als im Frühjahr weggenommen wurden.

An Arten kommen solche zum Zuge, die mit den Folgen des Klimawandels besser zurechtkommen. Damit soll der Park auch für künftige Generationen gesichert werden. Neue Pflanzflächen und Pergolen werden angelegt, auf denen Stauden, Rosen und andere Blühpflanzen wachsen werden.

Die Boccia-Bahn bleibt im Park, bekommt jedoch einen anderen Platz. Spaziergänger sollen auf neu angelegten Wegen sicher flanieren und auch die Argen erreichen können.

Die Bänke werden gedreht, damit der Blick von dort übers Wasser schweifen kann. Künftig wird ein formschöner Zaun samt abschließbaren Toren den Park einfassen. Damit bekommt die Anlage ein neues Gesicht, das einem Stadtgarten gleichen wird.

Erde wird ortsnah wieder verwendet

Schritt für Schritt wird der Plan ab kommender Woche umgesetzt. Sobald der Bauzaun steht, beginnen die Erdarbeiten mit großem Gerät. Abgetragene Erde wird im Bereich des früheren Zirkusplatzes im Vorderen Ebnet abgelagert und dort später bei der Gestaltung dieses Areal verwendet.

Abschluss 2022 geplant

Im Park bei der Hochwasserente werden im nächsten Schritt Leitungen verlegt und Wege neu angelegt. Ab August werden die Voraussetzungen für die Zugänglichkeit des Flusses geschaffen. Das heißt: Künftig wird es möglich sein, sich an den Fluss zu setzen und mit den Füßen im Wasser zu plantschen.

Auch für Wassertiere ergibt sich durch diese Anlage ein neuer Rückzugsraum. Die Uferanlage wird einer passenden Bepflanzung und mit großen Steinen wie befestigt, die nach und nach Patina ansetzen und sich damit farblich der Umgebung anpassen werden.

Ganz zum Schluss folgt die Bepflanzung der Anlage. Sie soll 2022 abgeschlossen werden.

Land Baden-Württemberg fördert den Umbau

Das Land fördert die Umgestaltung der Grünfläche in eine attraktive Gartenlandschaft aus großzügig mit Mitteln aus dem Fördertopf der Landesgartenschauen „Natur in Stadt und Land“. Verantwortlich ist dafür das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Der Eingriff an der Argen ist Teil der Initiative „Vitale Gewässer in Baden-Württemberg“, das vom Umweltministerium des Landes unterstützt wird.

Die Stadt Wangen kann maßgeblich über dieses Programm die Verbesserung der Oberen Argen insgesamt von der Brücke bei Bad Brühl bis hinunter zur großen Eisenbrücke südlich der ERBA finanzieren.

Eisensteg wird am Montag, 5. Juli 2021 abgesperrt

Die Zeit der Umgestaltung des neuen Parks bei der Hochwasserente wird auch genutzt, um die Stege zu sanieren. So wird das Gelände um den Betonsteg auf der Parkseite modelliert, sodass diese Verbindung zur Altstadt auch für Menschen mit Einschränkungen oder Kinderwagen einfacher zu nehmen sein wird.

Entsprechend wird die Brücke auf der Altstadtseite voraussichtlich im kommenden Jahr über eine Rampe barrierefrei zugänglich.

Barrierefrei nutzbar soll auch der Eisensteg zwischen Betonbrücke und Isnyer Brücke werden. Sein neuer Belag wird rutschfest sein.

Die Eisenteile werden in der Schlosserei aufgearbeitet – eine Arbeit, die auch ohne die neue Anlage im Park bei der Hochwasserente notwendig ist. Diese Arbeiten werden derzeit vom Tiefbauamt der Stadt Wangen vorbereitet.

Deshalb ist der Eisensteg ab Montag, 5. Juli 2021 nicht mehr begehbar. Er wird am Donnerstag, 8. Juli 2021, mit Hilfe eines Krans ausgehoben.

Damit dies möglich ist, müssen die Zugänge und die Brückenwiederlager freigelegt und abgetrennt werden. Auch die Stromleitungen müssen gekappt werden.

Der Steg wird voraussichtlich im Herbst wieder eingesetzt.

 

Der Steg nördlich der Isnyer Brücke wird jetzt komplett saniert und deswegen am Donnerstag ausgehoben. Foto: Stadt Wangen / sum