Bad Wörishofen punktet mit Krippenplätzen

24.1.2013. Um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, hat der Stadtrat im vergangenen Jahr den Neubau einer Kinderkrippe in der Gartenstadt beschlossen.

Ab Mitte dieses Jahres haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kleinkind. Dies gilt für Kinder ab dem vollendeten ersten bis zu Beginn des dritten Lebensjahres.

Nach einer Einschätzung der bayerischen Staatsregierung werden für die betreffenden Jahrgänge etwa 35 Prozent Krippenplätze benötigt.

Für die Entwicklung in Bad Wörishofen heißt dies, dass Ende 2013 für den Jahrgang 2012 voraussichtlich 81 Kinder in der Kneippstadt leben werden, für den Jahrgang 2011 sind dies 94 Kinder. Legt man einen Bedarf von 35 Prozent zu Grunde, sind dies bei 175 Kindern rund 62 Plätze, die zur Verfügung gestellt werden müssten.

Nach der 2011 eröffneten Krippe im Kindergarten St. Anna mit 24 Plätzen und dem „Glückshaus“ , dessen Trägerschaft seit September die Stadt übernommen hat und das Platz für 12 Kinder bietet, wird die Stadt nach dem Neubau in der Gartenstadt dann über 66 Krippenplätze anbieten können und liegt damit über den von der Landesregierung vorgeschriebenen Zahlen.

In der neuen Kinderkrippe werden zwei Gruppenräume und dazu jeweils ein Ruheraum entstehen. Außerdem werden ein Wasch- und Wickelraum, eine Teeküche, ein Wirtschaftsraum, ein Bewegungsraum sowie ein Elternwarteraum und ein Spielflur gebaut. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1.182.450,00 Euro, davon werden ca. 700.000,00 Euro durch das Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zugewiesen.
Die Krippe ist dabei Teil der neuen Kindertagesstätte für vier Gruppen mit 100 Kindern, die mit Investitionskosten von etwa 3,2 Millionen neben dem jetzigen Bestand errichtet wird. Der Neubau soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden; erst dann wird das alte Gebäude abgerissen; dort sollen dann zusätzliche Parkplätze entstehen. Derzeit werden gerade die Planungsarbeiten vergeben, es wird mit einer Förderung von ca 600.000 Euro gerechnet.
Das ausreichende Angebot an Betreuungsplätzen ist für Bürgermeister Holetschek sehr wichtig und spielt als „weicher“ Standortfaktor bei der Standortwahl von Arbeitnehmern wie beispielsweise Ärzten eine große Rolle.


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