Coronavirus: Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern untersagt

11.3.2020 Landkreis Ostallgäu. Die Allgemeinverfügung tritt am 11. März in Kraft und erfolgte in Abstimmung mit dem Landkreis Oberallgäu und den Städten Kempten und Kaufbeuren.

Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert an Vereine und Verbände, kleinere Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen. „Ein Verzicht auf Zusammenkünfte ist eine gute Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus einzuschränken“, sagt Zinnecker.

Als eines der ersten Bundesländer hatte der Freistaat Bayern jüngst beschlossen, wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen. Dies gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020, eine entsprechende Allgemeinverfügung des Freistaates tritt ebenfalls am 11. März in Kraft.

Nachdem es gerade im Allgäu viele Veranstaltungen im Bereich 500 bis 1000 Teilnehmer gibt, wollten die Landräte und Oberbürgermeister auch hier für Klarheit im Umgang mit den Besuchern und Veranstaltungen sorgen. „Uns war gerade wegen der vielen Wechselbeziehungen im Allgäu eine abgestimmte Vorgehensweise wichtig“, sagt Zinnecker.

Zinnecker: „Freiwillig absagen oder verschieben“

Für Veranstaltungen mit weniger als 500 Teilnehmern gibt Landrätin Maria Rita Zinnecker eine Empfehlung: „Aus medizinisch-fachlicher Sicht können wir den Organisatoren nur raten, dass sie Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern in Innenräumen freiwillig absagen oder verschieben.“

Hintergrund dieser Empfehlung ist auch die klare Aussage des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder: Er fordert die Landratsämter auf, kleinere Veranstaltungen im Zweifel behördlich abzusagen und „keine Tricksereien“ zuzulassen.

Mit der Umsetzung der Empfehlung sollen weiterhin Infektionsketten unterbrochen und die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Eine generelle Schließung von Schulen ist derzeit auch aus Sicht des Freistaates nicht notwendig.

Das Landratsamt weist seinerseits darauf hin, dass Sportveranstaltungen ohne Zuschauer durchgeführt werden könnten. Allerdings scheinen auch hier bereits die Verbände aktiv zu werden und teilweise die Saisons – wie in den höchsten Spielklassen des Eishockeys geschehen – zu beenden.