Erfolgreiche Großübung der Memminger Feuerwehr in der Oststadt

2.8.2021 Memmingen. In den Abendstunden des 29. Juli 2021 bemerkt der Hausmeister eines Mehrfamilienhauses eine Rauchentwicklung im ersten Obergeschoß und fackelt nicht lange: über Notruf 112 meldet er seine Beobachtung sofort der Integrierten Leitstelle in Krumbach.

Schon in wenigen Minuten werden ein kompletter Löschzug und zwei Rettungswagen den Einsatzort erreichen.

Während die Anwohnerinnen und Anwohner wissen, dass es sich um eine Feuerwehrübung handelt, gehen Spaziergänger und Schaulustige zunächst von einem Ernstfall aus und sehen hilfesuchende Bewohner an den Fenstern stehen, während aus den Wohnungen und dem Treppenhaus dichter Rauch quillt.

Florian Funke und Harald Trück von der Memminger Feuerwehr haben wochenlang eine sehr realitätsnahe Übung ausgearbeitet, die von den eingesetzten Kräften einiges abverlangen wird.

Feuerwehr-Einsatzleiter Bujar Himaj verschafft sich vor Ort einen Überblick und entscheidet, dass sofort ein weiterer Löschzug zu alarmieren ist.

Die Drehleiter wird vor dem Wohnhaus in Stellung gebracht, da die Personenrettung vornehmlich über die Fenster erfolgen soll.

Brandmeister Roland Stöber bedient routiniert die Leiter mit Rettungskorb und so können nacheinander sieben Personen evakuiert werden.

Atemschutzträgern gelingt die Rettung dreier weiterer Personen aus dem Übungsobjekt. Gleichzeitig sind weitere Einsatzkräfte dabei, die Löschwasserversorgung sicherzustellen, die Brandquelle zu lokalisieren und mit der Feuerbekämpfung zu beginnen.

Die geretteten Personen werden durch die Feuerwehr an den Rettungsdienst übergeben.

Das Rote Kreuz und die Malteser haben hierzu eine „Vorsichtungsstelle“ eingerichtet, um die Patienten nach Schwere der angenommenen Verletzungen zu priorisieren und die Erstversorgung sicherzustellen.

Bereits nach einer guten halben Stunde ist die Personenrettung abgeschlossen.

Auch die Brandquelle konnte durch Atemschutzträger lokalisiert werden. Der im Haus vorhandene Rauch wird mit einem Lüftungsgerät vertrieben.

Einsatzleiter Himaj und die Übungsleitung beenden damit die Großübung und verlegen zurück zum Feuerwehrhaus zur Nachbesprechung.

Stadtbrandinspektor Wolfgang Bauer zog als Übungsbeobachter hierbei ein sehr positives Fazit.

Die insgesamt 32 Feuerwehrfrauen und -männer seien zügig und planmäßig vorgegangen und hätten die richtigen Schwerpunkte gesetzt.

Sein ausdrücklicher Dank galt der Siebendächer Baugenossenschaft, die das leerstehende Übungsobjekt der Feuerwehr bereits im Mai zur Verfügung gestellt hatte.