Fernsehtipp 18.5.2020: „Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten“ 🗓

Montag, 18. Mai 2020
20:15 bis 21:00

Fernsehtipp am Montag, 18.5.2020, um 20:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen:: „Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten“

Ob Ziegenwirt oder Winzer, Milchbauer oder Bio-Veggie-Pionier – sie alle lieben ihren Job und ihr Leben in Bayern mit und von der Natur. In der vierteiligen Reihe „Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten“ werden heimische Bäuerinnen und Bauern porträtiert und von deren Ideen, Zielen und Träumen erzählt. Aber auch von den Herausforderungen, die sie meistern müssen, um ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen. Manchmal muss sich einiges ändern, damit alles weitergehen kann.

Auf dem Billesberger Hof taucht der Besucher in einen anderen Kosmos ein: Amadé „Mogli“ Billesberger hat sich dort eine eigene kleine, nahezu perfekte Welt geschaffen. Mittags wird zusammen an der langen Tafel gegessen. Hühner rennen auf der Wiese herum. Wildkräuter wohin das Auge blickt. Schafe, die einem zulaufen, wenn man sie beim Namen ruft. Ein Hund, der gleichzeitig bester Freund ist. Und ein Bauer, der aus tiefster Überzeugung nachhaltig handelt.

Seit 2007 betreibt der 37-Jährige in Moosinning ökologischen Landbau, seit einem Jahr mit Unterstützung seiner Freundin Antonie. Der Schwerpunkt des Betriebs liegt auf einer weit angelegten Fruchtfolge im Ackerbau und mehr als 100 Sorten Gemüse, die zur Direktvermarktung angebaut werden. Zum Teil sind diese uralt, vergessen oder fast ausgestorben – wie beispielsweise Zuckerwurzel, Knollenziest, Emmer Korn oder Tonda di Chioggia. Kein leichter Weg, für den sich „Mogli“ Billesberger entschieden hat, aber der Erfolg gibt ihm recht.

Diverse Sterne-Restaurants im nahen München schätzen die Qualität seiner Produkte. Doch diesen Standard gilt es auch zu halten, als Freundin Antonie schwanger wird und ihr erstes Kind Aurelia auf die Welt kommt. Eine zusätzliche Herausforderung für das junge Paar, denn die Arbeit auf dem Hof wird ja nicht weniger.

Auch Markus Hillabrand ist ein junger Landwirt, zusammen mit seiner Frau Carolin führt der 32-Jährige mitten im wunderschönen Unterfranken ein kleines Weingut. Er gehört zu jenen Winzern, die den Frankenwein aus seinem angestaubten Image holen wollen – ohne die lange Winzer-Tradition der Gegend und der eigenen Familie über den Haufen zu werfen. Schon sein heute 84-jähriger Großvater hat im Nebenerwerb Wein angebaut, allerdings lieferte er die Trauben noch den großen Keltereien in der Gegend zu.

Markus dagegen hat sich mit dem Ende seiner Lehrzeit 2006 voll und ganz dem Weinbau verschrieben. Seit 2012 ist er der Chef am Hof. Heute baut Markus nicht nur seinen Wein auf insgesamt 10 Hektar an, sondern keltert und vertreibt ihn auch selbst. Dass daneben noch der Keller auf Vordermann gebracht werden muss, diverse Umbauten am Gut anstehen und ein neues Haus für die Familie entstehen soll, bringt den bodenständigen Unterfranken nicht aus der Ruhe – „Eins nach dem anderen“ ist seine Devise.

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