Heimathaus in Börwang – Hier wird Ortsgeschichte lebendig

3.12.2019 Börwang. Habt Ihr die neue Gedenktafel an der Straßenseite des Heimathauses schon entdeckt? Sie soll an die „Historie“ des Gebäudes erinnern.

Weit über 1000 solcher Tafeln hat derHeimatforscher und ehemalige Oberbürgermeister von Kempten, Dr. Otto Merkt, in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts an historischen Gebäuden im Allgäu anbringen lassen.

Der Steinmetz Helmut Schega hat die Sollnhofer Platte samt Inschrift nun unentgeltlich für das Heimathaus gefertigt!

Manfred Maier vom Bauhof hat sie fachgerecht ins Mauerwerk eingelassen. Den beiden gilt ein herzlicher Dank.

Zum Text der Tafel: Börwang Nr 16 – jetzt Wagegger Straße 10 – war die Bezeichnung vor der Einführung der Straßennamen im Ort.

Ursprünglich war das Gebäude einige Jahrhunderte ein landwirtschaftliches Anwesen, das zusammen mit 25 anderen Höfen von Börwang bei der „Erbhuldigung des Fürststiftes Kempten“ im Jahre 1640 – also noch während des 3o-jährigen Krieges – erwähnt wurde.

1921 bis 1983 war es das „Kaplanhaus“. Die Kirche hatte vorher das Gebäude erworben.

Hier wohnten dann „SalvatorianerPater“, die die Schwestern des ehemaligen SalvatorianerinnenKlosters nebenan betreuten.

Einige der Patres wirkten auch als Kapläne in der Pfarrei – daher der Name „Kaplanhaus“. Nach dam Umbau des Gebäudes zur „KinderKrippe“ wurde 2013 der ehemalige Wohnteil des Gebäudes als „Heimathaus“ von sieben ehrenamtlichen Helfern, den „Mächlern“, eingerichtet. Die hochinteressante Geschichte unserer Gemeinde wird hier hervorragend aufgezeigt.

Der nächste Öffnungstag ist Sonntag, der 5. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr.

Übrigens: Das Heimathaus derzeit dabei, das „Kaplanzimmer“ teilweise umzugestalten. Die Geschichte der ehemaligen „KronenBrauerei“ mit Gasthaus „zur Krone“, die 1921 zum Kloster umgebaut wurden, wird noch eindrucksvoller dargestellt! Lasst Euch überraschen!

HK

Heimathaus Börwang Gedenktafel (Foto: HK)