Jetzt Förderung aus Vertragsnaturschutzprogramm beantragen

11.12.2019 Landkreis Unterallgäu. Noch nie haben sich im Unterallgäu so viele Landwirte am Vertragsnaturschutz beteiligt wie in diesem Jahr: Rund 950 Hektar Fläche im Unterallgäu werden laut der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt jetzt nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet.

Neu wurden 2019 insgesamt 122 Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 200 Hektar in das Programm aufgenommen. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir dies noch weiter ausbauen könnten“, sagt Katherina Grimm von der Unteren Naturschutzbehörde. Wer sich für die Teilnahme interessiert, kann die Förderung zwischen 7. Januar und 28. Februar beantragen. Eine Beratung ist jederzeit möglich.

„Weil die extensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen oft nicht mehr wirtschaftlich ist, wird der Lebensraum für seltene Tierarten inzwischen knapp“, sagt Grimm. Deshalb soll das Vertragsnaturschutzprogramm die aufwändige Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden in ökologisch wertvollen Gebieten honorieren. Ob eine Fläche für das Vertragsnaturschutzprogramm geeignet ist, lasse sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären, so Grimm.

Grundsätzlich müsse sie landwirtschaftlich nutzbar sein. Antragsberechtigt sind Landwirte, Landschaftspflegeverbände und Naturschutzverbände. Öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaften können nicht am Vertragsnaturschutzprogramm teilnehmen. Der Antragsteller verpflichtet sich, seine Fläche über fünf Jahre nach den Vorgaben des Naturschutzes zu bewirtschaften, zum Beispiel durch eine späte Mahd und den Verzicht auf Dünger.

„Dadurch haben die heimischen Wiesenblumen Zeit, zur Blüte zu gelangen und Samen auszubilden“, erklärt Grimm. Davon profitieren Insekten und Vögel – „aber auch Spaziergänger“. Zudem gebe es noch das Vertragsnaturschutzprogramm Wald für Waldbesitzer, etwa um Biotopbäume und Totholz in Wäldern zu sichern.

Info: Nähere Informationen findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/naturschutz Ansprechpartner sind Katherina Grimm und Sophie Rüll von der Unteren Naturschutzbehörde, Telefon (08261) 995-255 oder -163.