Jugendgemeinderat Wangen schaut auf die Ereignisse der Interkulturellen Woche zurück

29.10.2020 Wangen im Allgäu. Der Jugendgemeinderat hat Bilanz über seine Beteiligung an der Interkulturellen Kulturellen Woche 2020 gezogen.

Ein Programmpunkt, der gemeinsam mit dem Jugendhaus organisiert wurde, war der Graffiti-Workshop mit Daniel Schweizer in der Unterführung am Peterstorplatz.

Die Jugendlichen waren sich einig, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Die Resonanz in der Bevölkerung sei sehr verschieden gewesen, wie die Vorsitzende Bianca Buhmann berichtete.

„Von cool und toll, dass es so kreative Jugendliche gibt, die sich dort austoben können, bis hin zu komplettem Unverständnis, ist im Jugendhaus alles angekommen“, sagte sie.

Sehr spannend, aber auch belastend sei der Workshop „Blue-Eyed“ gewesen. Dort wurde vermittelt, wie Diskriminierung wirken kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden nach einem willkürlichen Merkmal eingeteilt.

Eine Seite wurde mit Privilegien ausgestattet und für intelligent gehalten und gefördert – die andere Seite als minderwertig und dumm abqualifiziert und ausgegrenzt.

Diskriminierung so am eigenen Leib zu erfahren, sei sehr eindrücklich gewesen, sagte Carlotta Ullmayer und meinte, ein solcher Workshop sollte in Zukunft wieder angeboten werden.

Schwierig in der Akzeptanz seien hingegen die Online-Workshops gewesen, hieß es. Sie hätten nicht so viele Nutzer erreicht, wie man sich hätte wünschen können.

Die Jugendgemeinrätinnen und – räte waren sich sicher, dass es nicht mit den Themen, sondern mit dem Medium zu hatte. Live sei einfach besser.