Kulturpreis Bayern für Klaus Hampl

14.11.2018 Kaufbeuren. Das Bayernwerk und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben am Donnerstagabend im Münchner Kesselhaus insgesamt 38 Künstler und Wissenschaftler aus dem Freistaat ausgezeichnet.

Neben dem Musiker und „Spider-Murphy-Gang“-Mitbegründer Günther Sigl, dem Architekten Peter Haimerl, der unter anderem das Konzerthaus in Blaibach gestaltet hat, und dem international gefeierten Klarinettisten Klaus Hampl haben auch Bildhauer Christian Schnurer, der für seine internationalen Projekte im öffentlichen Raum geehrt wurde, und Nina Sonnenberg, besser bekannt als Rapperin „Fiva“, eine der begehrten Bronzestatuen, den „Gedankenblitz“, erhalten. Die Kabarettistin Martina Schwarzmann nahm den diesjährigen Sonderpreis aus den Händen von Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle entgegen.

Preisträger Klaus Hampl

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Der Klarinettist Klaus Hampl stammt aus Kaufbeuren und hat sudetendeutsche Wurzeln. Der bekennende Allgäuer und international gefeierte Solist und Kammermusiker festigt seine Karriere in Italien. Zu einer wichtigen Station in seinem Leben wird bald Rom und damit das Quartetto di Roma. Nicht zuletzt wegen seiner Zusammenarbeit mit dem Quartetto di Roma wird Klaus Hampl mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gabler-Kulturpreis und dem Sudetendeutschen Kulturpreis. Bemerkenswert ist, dass Hampl in seinem Schaffen künstlerische Zusammenhänge aufdeckt und eigenschöpferisch wiedervereint. So zum Beispiel bei den Einspielungen von Max Reger und Henri Marteau, bei Coleridge Taylor und Paul Ben Haim – einem 1984 verstorbenen Komponisten, der Klaus Hampl besonders am Herzen liegt. Auf anderem Weg versucht Klaus Hampl mit Kulturpreisträger Sigi Schwab mit der von ihnen gegründeten Camerata Bavarese, Grenzen zwischen U- und E-Musik aufzuheben.

„Gedankenblitz“ für alle Preisträger

Der Kulturpreis Bayern geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals 1959 verliehen wurde. Die Auszeichnung ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat. Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

Veranstaltungsort Kesselhaus

Der diesjährige Veranstaltungsort, das Münchner Kesselhaus, ist ein ehemaliger Industriekomplex im Stadtteil Freimann und dient seit 2007 als Konzert- und Eventhalle. Bayern-3-Moderator Thorsten Otto hatte die rund 350 geladenen Gäste durch den Abend geführt, begleitet von einigen künstlerischen Darbietungen – unter anderem von diesjährigen wie früheren Kulturpreisträgern.