Lärmbelästigung in Kirchdorf an der A96 nicht mehr zu tolerieren

6.2.2013 Bad Wörishofen. Bürgermeister Klaus Holetschek hat sich in einem Brief erneut an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gewandt und den dringenden Handlungsbedarf bezüglich geeigneter Lärmschutzmaßnahmen auf der A96 Höhe Kirchdorf deutlich gemacht.

Holetschek verwies dabei auf das gestiegene Verkehrsaufkommen, dass die Situation vor Ort im Laufe der Jahre ständig verschlechtert habe. „Diese Belastungen sind für den Ortsteil Kirchdorf nicht mehr hinnehmbar“, so Holetschek.

Als im Jahre 1987 der Plan zum Bau der A96 Teilabschnitt Türkheim-Erkheim beschlossen wurde, lag diesem Planfeststellungsbeschluss ein Richtwert von 70 dB(A) am Tag und 60 dB(A) in der Nacht zu Grunde, der nicht überschritten werden sollte. Die Verkehrsprognose belief sich damals auf 15.000 Fahrzeuge/Tag.

Bei der Planung des Autobahnteilstückes habe es bei der Kirchdorfer Bevölkerung keine Widerstände gegeben. Dies lag wohl auch an der damaligen Aussage, die Lärmbelastung würde im Vergleich zum früheren Zustand abnehmen. “ Dies war und ist leider nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, die Nachtruhe und der Aufenthalt im Freien werden durch den Verkehrslärm erheblich gestört.“ Wie Holetschek in seinem Schreiben weiter feststellt, waren 1990 nach Inkrafttreten der neuen Bundesimissionsschutzverordnung (BImSchV) die Richtwerte mit 59dB(A) am Tag und 49db(A) in der Nacht spätestens ab diesem Zeitpunkt überschritten.

Ein Antrag der Kirchdorfer Bürgerinitiative auf Änderung bzw. Anpassung des Planfeststellungsbeschlusses an die BImSchV sei von der Regierung von Schwaben nie verbeschieden worden.
„Die letzten Verkehrszählungen haben ein Fahrzeugaufkommen von über 35.000/Tag ergeben. Die Lärmbelastungen sind mittlerweile unerträglich. Nach nunmehr fast 25 Jahren ist es hohe Zeit, den Kirchdorfer Einwohnern durch geeignete lärmreduzierende Maßnahmen zu helfen!“ Mit diesem dringenden Appell hofft Holetschek nun auf die Unterstützung des Bundesverkehrsministers.


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