Landkreis Unterallgäu investiert 2018 ins Kreisstraßennetz

24.1.2018 Landkreis Unterallgäu. 4,67 Millionen Euro sollen heuer ins Unterallgäuer Kreisstraßennetz fließen. Bau- und Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags sprachen sich in einer gemeinsamen Sitzung für das von der Kreisverwaltung vorgeschlagene Straßen-Investitionsprogramm aus.

1,81 Millionen Euro der diesjährigen Straßenbaukosten will der Kreis aus eigenen Mitteln aufbringen. Der Rest soll über Fördergelder gedeckt beziehungsweise von Bund, Bahn oder beteiligten Gemeinden bezahlt werden. Welche Arbeiten in diesem Jahr geplant sind, stellte Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner vor. Die Projekte werden über mehrere Jahre finanziert.

Für heuer vorgesehen ist der Ausbau mehrerer Kreisstraßen: ausgebaut werden die Kirchdorfer Straße in Fellheim inklusive Neubau einer Brücke über die Memminger Ach für 1,5 Millionen Euro, die Kreisstraße zwischen Legau und Straß samt Neubau eines Rad- und Gehwegs für 850.000 Euro und die Kreisstraße zwischen Zell und Bad Grönenbach für 520.000 Euro.

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Darüber hinaus wird die Kreisstraße MN 22 im Bereich der Autobahnanschlussstelle Woringen nach den Richtlinien für Straßen in Wasserschutzgebieten ausgebaut. Für insgesamt 450.000 Euro werden unter anderem Arbeiten an den Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser durchgeführt. Die gleiche Summe eingeplant ist auch für den Ausbau des Bahnübergangs in Türkheim samt Einbau einer Querungshilfe in der Ortsdurchfahrt von Wiedergeltingen.

Darüber hinaus will der Landkreis in diesem Jahr zwei unfallträchtige Kreuzungen entschärfen und diese jeweils in einen Kreisverkehr umbauen. Die Kreisel sind zwischen Lauben und Erkheim (700.000 Euro) sowie zwischen Schöneberg und Bronnen (600.000 Euro) geplant. An beiden Kreuzungen kam es wiederholt zu schweren, teils tödlichen Unfällen. Zwischen Lauben und Erkheim ist im Zusammenhang mit der Maßnahme zudem der Ausbau der Kreisstraße MN 32 von der Kreuzung in Richtung Moosmühle vorgesehen.

Der Bahnübergang in Ungerhausen wurde bereits im vergangenen Jahr beseitigt und durch eine Unterführung ersetzt. Heuer erfolgen Restarbeiten und der Geh- und Radweg wird fertiggestellt. Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen 5,1 Millionen Euro.

Auch die Instandsetzung der historischen Eisenbahnbrücke in Illerbeuren geht in diesem Jahr in die zweite und letzte Runde. Nachdem die Brücke eine neue Überbauplatte erhalten hat und das Geländer wieder sicher gemacht wurde, werden nun der Brückenbogen und die Unterbauten saniert. Insgesamt fallen für die Maßnahmen an dem denkmalgeschützten Bauwerk aus dem Jahr 1903 Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro an.

Beim Ausbau der Kreisstraße MN 25 in Mindelau steht in diesem Jahr ebenfalls der zweite Bauabschnitt an. In einem ersten Schritt wurde die Straße von Mindelau in Richtung Dorschhausen auf einer Länge von einem Kilometer erneuert. Nun wird die Ortsdurchfahrt von Mindelau ausgebaut. Die Gesamtkosten für das Projekt, das heuer abgeschlossen werden soll, betragen 2,3 Millionen Euro.

Ferner sind heuer Decken- und Brückenbaumaßnahmen sowie Oberflächenbehandlungen mit Kosten in Höhe von 700.000 Euro geplant. In der Sitzung beschlossen wurden Deckenbauarbeiten zwischen Wiedergeltingen und der Grenze zum Ostallgäu für 180.000 Euro.