Landkreis Unterallgäu will bis 2026 schuldenfrei sein

16.3.2018 Landkreis Unterallgäu. Der Landkreis Unterallgäu soll bis zum Jahr 2026 im Kernhaushalt schuldenfrei sein: Auf dieses Ziel hat sich der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags mit dem aktuellen Haushaltsplan verständigt.

Neben dem Abbau von Schulden sieht der Etat eine Entlastung der Gemeinden vor: Der Hebesatz für die Kreisumlage, die die Kommunen an den Kreis zahlen, soll um 0,5 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent sinken.

Nachdem der Haushaltsplan für das Jahr 2018 in den vergangenen Monaten in den verschiedenen Ausschüssen beraten worden ist, hat der Kreisausschuss dem Kreistag nun empfohlen, das Zahlenwerk zu beschließen. Die Verabschiedung des Etats ist für die Sitzung am 9. April vorgesehen.

WERBUNG:

Durch eine Senkung des Kreisumlagen-Hebesatzes würden die Unterallgäuer Kommunen laut Kämmerer Sebastian Seefried um insgesamt 827.000 Euro entlastet. Dem Landkreis würden nach Abzug der Bezirksumlage, die dieser an den Bezirk Schwaben abführen muss, 38,72 Millionen Euro Kreisumlage verbleiben. Wegen der hohen Steuereinnahmen der Gemeinden wären das 6,6 Prozent oder 2,39 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr, so Seefried.

Um die Schulden im Kernhaushalt bis 2026 vollständig zu tilgen – es handelt sich dabei um derzeit 14,74 Millionen Euro – soll eine Sonderrücklage aufgebaut werden. Die allgemeine Rücklage soll auf einem Stand von rund vier Millionen Euro gehalten werden, damit keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen und der Landkreis trotzdem auf finanzielle Belastungsspitzen reagieren kann.

Kommt es zu einem positiven Jahresergebnis 2018 und die Rücklage würde auf über vier Millionen Euro wachsen, soll dieser Überschuss durch eine weitere Senkung des Kreisumlagen-Hebesatzes an die Gemeinden weitergegeben werden.

Eckdaten aus dem Kreishaushalt 2018

Gesamthaushalt: 166,25 Millionen Euro ( 2017: 160,69 Millionen Euro

Verwaltungshaushalt: 146,04 Millionen Euro Euro (2017: 139,72 Millionen Euro)

Vermögenshaushalt: 20,20 Millionen Euro (2017: 20,97 Millionen Euro)

Umlagekraft: 165,48 Millionen Euro (2017: 152,02 Millionen Euro)

Kreisumlage: 75,79 Millionen Euro (2017: 70,38 Millionen Euro)

Bezirksumlage: 37,07 Millionen Euro (2017: 34,05 Millionen Euro)

Schlüsselzuweisungen: 17,58 Millionen Euro (2017: 16,74 Millionen Euro)