Landrat Elmar Stegmann ehrt engagierte Landkreisbürger

22.10.2018 Lindau (Bodensee). Landrat Elmar Stegmann hat Menschen, die sich bereits seit vielen Jahren für das Allgemeinwohl engagieren, geehrt. Ausgezeichnet wurden drei Personen mit der Verdienstmedaille des Landkreises Lindau, ein Mitbürger für seine Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung sowie sechs Feldgeschworene für ihre langjährigen Dienste.

Für viele Bürger unseres Landkreises ist es eine Selbstverständlichkeit, sich für ihre Mitbürger und das Allgemeinwohl zu engagieren. Dafür sind sie bereit, ihre freie Zeit und viel Herzblut einzubringen.

„Ohne diese Menschen sähe unsere Welt anders aus. Unser Gemeinwesen wäre ein anderes, unser Landkreis nicht so liebens- und lebenswert ohne diese Menschen. Die Ehrenamtlichen machen durch ihr Engagement die Welt besser und mir persönlich ist es wichtig, ihnen dafür heute etwas zurück zu geben“, würdigte Landrat Elmar Stegmann die Geehrten. Die Ehrungsveranstaltung des Landkreises Lindau fand im Rokokosaal statt und wurde musikalisch umrahmt vom Gitarrenquartett der Musikschule Lindau.

WERBUNG:

Im Einzelnen wurden geehrt:

Landkreismedaille

wird für vorbildliche Leistungen auf sozialem, kulturellem oder wirtschaftlichem Gebiet verliehen

Eberhard Rotter MdL aus Weiler-Simmerberg

Eberhard Rotter hat sich in seinem Amt als Abgeordneter des Bayerischen Landtags in hohem Maße um den Landkreis verdient gemacht. Er hat sich gerade auch als verkehrspolitischer Sprecher sehr für die Belange des Landkreises eingesetzt und verschiedene Projekte politisch engagiert und erfolgreich begleitet, wie zum Beispiel die Elektrifizierung der Bahnstrecken, die Reaktivierung der Bahnhaltepunkte, die Einführung eines elektronischen Fahrscheinmanagements, aber auch Dorfentwicklungsprojekte, der Wohnungsbau oder die Sanierung der Inselhalle. Auch für die Blaulichtorganisationen hat er sich mit großem Engagement eingesetzt sei es beim Erwerb neuer Feuerwehrfahrzeuge und -boote, sowie dem „Hecht“ der WaPo und dem neuen Schiff der Wasserwacht. Mit ihm hatte der Landkreis immer einen Fürsprecher in der Landeshauptstadt. Ab November endet seine Tätigkeit im Bayerischen Landtag.

Werner Antal aus Scheidegg

Werner Antal wirkt seit April 2009 in der Lindenberger Tafel und ist täglich vor Ort. Frühmorgens sorgt er für einen schneefreien Ladenzugang und für die Anlieferung hinterm Haus. Er holt die täglichen Waren von den Geschäften und Bäckereien im oberen Landkreis. Er ist rund um die Uhr erreichbar, selbst am Sonntag trifft man Werner Antal im Laden an beim Abtauen der Gefriertruhen, Putzen oder Aktualisieren von Listen für die Fahrrouten der kommenden Woche. Auch seinen Urlaub verbrachte er im Tafelladen. Von Beginn an war sein außergewöhnliches Engagement für die „gute Sache“ spürbar. Er hat in der Region ein einzigartiges „Tafelnetz“ gesponnen, das von Bodensee-Oberschwaben über Kempten bis nach Österreich und in die Schweiz reicht. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass er der „Vater der Tafelfamilie“ in Lindenberg und in der Region ist.

Gebhard Straub aus Opfenbach

Gebhard Straub war von 1969 bis 1979 Orts- bzw. Kreisvorsitzender und später Diözesanvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung. Von 1974 bis 2018 war er im Dekanatsrat – zuletzt 12 Jahre als Dekanatsratsvorsitzender. Er ist seit 23 Jahren Mitglied im Pfarrgemeinderat, 12 Jahre als Vorsitzender und seit 2013 als Kirchenpfleger tätig. Seit 1973 ist Gebhard Straub Beisitzer im Kreisjugendring und war auch 12 Jahre (1978 bis 1990) Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistags. Im Jahr 1981 wurde er Mitglied der CSU und ist seit 1975 Vorstandsmitglied im Ortsverband und seit 2013 Beisitzer in der Kreisvorstandschaft. Er ist Gründungsmitglied des Kapellenvereins Heimen (Gründung 1988) und war von 1988 bis 2006 1. Vorsitzender des Vereins. Gebhard Straub hat sich vielfältige, herausragende Verdienste im kirchlichen, sozialen und politischen Bereich sowohl auf Landkreisebene als auch im kommunalen Bereich erworben.

Kommunale Verdienstmedaille in Bronze

Karl-Heinz Rudolph ist bereits in der dritten Amtsperiode 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Weiler-Simmerberg. Zuvor war er außerdem 12 Jahre lang im Marktgemeinderat. Er setzt sich stets für die Belange seiner Heimatgemeinde ein und hat durch seine engagierte Mitarbeit in der Bürgerschaft hohes Ansehen erworben. Besondere Schwerpunkte setzt er in der Bildung und Kinderbetreuung sowie für Senioren. Auch die kommunale Entwicklungsplanung liegt ihm sehr am Herzen und hier die Stärkung der innerörtlichen Lebens- und Aufenthaltsqualität inklusive einer guten Nahversorgung. Wichtig ist ihm darüber hinaus die Unterstützung der gewerblichen Entwicklung.

Als langjähriger Feldgeschworener wurde geehrt:

Adolf Rapp aus Weißensberg

Er setzt sich seit 50 Jahren als Feldgeschworener für den Landkreis ein. Früher hat er die Vermessungen selbst begleitet, heute ist er als Obmann der Feldgeschworenen primär mit der Einteilung der Dienste, mit der Beratung seiner Leute und mit der Verwaltung und Pflege der Dienstwerkzeuge sowie des erforderlichen Zubehörs beschäftigt. Darüber hinaus war Adolf Rapp viele Jahre in der FFW Weißensberg und im Musikverein aktiv. Heute engagiert er sich im Bienenzuchtverein Lindau als 2. Vorsitzender.

Ausgezeichnet als Feldgeschworene wurden außerdem Anton Andreas Hirscher aus Sigmarszell, Peter Wetzler aus Wasserburg, Johann Georg Zürn aus Wasserburg, Josef Andreas Dirmeier aus Lindau und Hans Stöckeler aus Weiler im Allgäu. Diese fünf konnten an der Ehrungsveranstaltung nicht teilnehmen und bekommen die Auszeichnung direkt über ihre Heimatgemeinden überreicht.