Mehr als 7 Kilogramm Marihuana und über 60.000 Euro sichergestellt

4.2.2020 Marktoberdorf. Am Samstagabend teilte eine Anwohnerin der Polizeiinspektion Marktoberdorf mit, dass sie den Geruch von Cannabis in einem Haus wahrnahm. Eine Streifenbesatzung der Polizei überprüfte vor Ort dann einen 29-jährigen Mann, der gerade das Anwesen verließ.

Bei ihm wurden bei der anschließenden Kontrolle insgesamt über eineinhalb Kilogramm Marihuana sowie über 50.000 Euro in bar gefunden und sichergestellt.

Der 29-jährige Bulgare war kurz zuvor aus der Wohnung einer 47-jährigen Spanierin gekommen und im Begriff, in ein wartendes Fahrzeug einzusteigen. In diesem Fahrzeug befanden sich ein 25-jähriger Spanier als Mitfahrer und eine 27-jährige Spanierin als Fahrerin.

Diese beiden Personen wurden ebenfalls überprüft, dabei rückten weitere Streifenbesatzungen aus Füssen und Kaufbeuren zur Unterstützung an. Dabei wurde der Fahrzeugschlüssel zu einem abgemeldeten Fahrzeug gefunden, welches im Umfeld geparkt war. In diesem Fahrzeug befanden sich weitere fünf Kilogramm Marihuana.

In der Folge wurde auch noch die Wohnung der 47-Jährigen durchsucht, auch hier fanden sich weitere etwa 500 Gramm Marihuana. Die Wohnung des 25-jährigen Spaniers in Kempten wurde durch weitere Unterstützungskräfte im Zuge des laufenden Einsatzes ebenfalls durchsucht, dabei wurden eine geringe Menge Marihuana und ein hoher vierstelliger Geldbetrag sichergestellt.

Wie sich im Laufe der weiteren Ermittlungen herausstellte, war die durchsuchte Wohnung der 47-Jährigen aber gar nicht die Quelle des Marihuanageruchs, weswegen die Polizei ursprünglich alarmiert wurde. Dieser kam aus der Wohnung eines 22-jährigen Mannes. Dort fanden die Beamten allerdings nur sehr geringe Mengen Marihuana.

Aufgrund der Ermittlungen, die zwischenzeitlich von der Kriminalpolizeiinspektion Kempten übernommen wurden, wurden der 29-Jährige (bereits am 2.2.2020), der 25-Jährige und die 47-Jährige am 3.2.2020 dem Haftrichter beim Amtsgericht Kempten vorgeführt, welcher die Untersuchungshaft wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und wegen des Verdachts der Fluchtgefahr anordnete. Die Personen wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die Betäubungsmittel und das Bargeld wurden sichergestellt, die Herkunft wird nun im weiteren Ermittlungsverfahren geprüft.

Die weiteren Personen erwartet ebenso eine Anzeige wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz.

(KPI Kempten)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)