Mit 57 Obstbäumen die bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis Ostallgäu gefördert

24.11.2020 Landkreis Ostallgäu. Fünf Gartenbauvereine wurden bei der Anschaffung von Obsthochstämmen unterstützt. Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst.

Zum zweiten Mal hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu seine Streuobstaktion in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu organisiert und fünf Gartenbauvereine bei der Anschaffung von insgesamt 57 Obsthochstämmen unterstützt. Mit der Aktion wird die kulturhistorisch und ökologisch bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis gefördert.

Vor kurzem fand am Landkreis-Bauhof in Marktoberdorf die Verteilung der bestellten Obstbäume an die Gartenbauvereine statt. Es handelte sich vorwiegend um Apfelbäume und einige Birnbäume, die durch ihre robuste Art das relativ raue Klima mit den Höhenlagen des Ostallgäus gut verkraften.

Im Angebot waren die Apfel-Sorten Schöner aus Herrnhut, Schöner aus Wiltshire, Josef Musch, Doppelter Prinzenapfel, Borowinka, Jakob Lebel, Jochenbacher und Rebella sowie die Birnensorten Köstliche aus Charneux, Madame Verté, Harrow Delight, Hofratsbirne und Bayerische Weinbirne.

„Für Obstgehölze als Wurzelware ist im Herbst die beste Pflanzzeit, da der Boden noch erwärmt ist und so rasch viele neue Feinwurzeln gebildet werden. Somit ist der Anwachserfolg gut und der Gießaufwand wird geringer sein“, erklärt David Schäling von der Kreisfachberatung.

Große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen

Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst. Sinn der nach 2017 nun zum zweiten Mal durchgeführten Aktion ist es, mit größeren Sammelbestellungen die Pflanzung von Obstbäumen und die Anlage neuer Streuobstbestände im Ostallgäu auszuweiten.

Einst war das Landschafts- und Ortsbild der Region geprägt von zahlreichen Obstbäumen. Diese stellten nicht nur einen festen Bestandteil der Nahrungsmittelversorgung dar, sie haben vor allem bei älteren Bäumen und Beständen eine große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Zudem sind Obstwiesen nicht nur eine Augenweide, gerade viele der alten Sorten besitzen einen vorzüglichen Geschmack und sind dazu auch besonders verträglich, speziell für Allergiker. Über die nächste Streuobstaktion informiert die Kreisfachberatung die Gartenbauvereine rechtzeitig.

Jederzeit berät die Kreisfachberatung alle Interessierten rund um die Themen Sortenauswahl, Standort, Pflanzzeit und auch die Pflege von Obstbäumen.

Kontakt: Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, Schwabenstraße 11, 87600 Marktoberdorf – Birgit Wehnert: 08342 911-380, David Schäling: 08342 911-326