Museum von zuhause in Kaufbeuren

26.2.2021 Kaufbeuren. Aufgrund der noch anhaltenden Schließung der Museen und Galerien verstärkt das Stadtmuseum sein digitales Angebot.

Auf der  Homepage des Stadtmuseums und dem museumseigenen Youtube-Kanal finden sich eine Reihe von Filmen, darunter aktuell eine Kurzführung mit der Ausstellungskuratorin Susanne Sagner durch die noch nicht eröffnete Sonderausstellung „Wunschkonzert. Kaufbeurer Lieblingsstücke aus dem Museumsdepot“.

Farbenfrohe Einblicke

Ursprünglich hätte die Ausstellung „Wunschkonzert“ schon Mitte November 2020 eröffnen sollen. Aufgrund des Lockdowns war dies leider nicht möglich, daher wurde die Laufzeit des Museums nun bis zum 8. August 2021 verlängert. Um trotz der Schließung des Hauses Einblicke zu geben, stellt die Ausstellungskuratorin Susanne Sagner die farbenfrohe Präsentation im Rahmen einer filmischen Kurzführung vor. Die Ausstellung besticht durch eine Fülle von Ausstellungsstücken, die einen Querschnitt aus der Museumssammlung bildet.

Rückblick: „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“

Parallel zur aktuellen Ausstellung können auf dem neu eingerichteten Youtube-Kanal auch Filme zur letzten Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“ angesehen werden.

Im Rahmen der „Coronale“ waren im ersten Lockdown im Frühjahr 2021 bereits fünf Filme entstanden, in denen Museumsleiterin Petra Weber und Projektmitarbeiterin Carolin Keim verschiedene Episoden der Geschichte Kaufbeurens im Nationalsozialismus anhand von Ausstellungsstücken und Biographien erzählen.

Thematisch anknüpfend findet sich im Kanal auch die Experten-Diskussion zum Ende der Sonderausstellung „Wie weiter mit der Spurensuche?“ sowie die digitale Buchvorstellung des Gedenkbuchs für die Kaufbeurer Opfer der NS-„Euthanasie“ „Später wurde in der Familie darüber nicht gesprochen“.

Ausblick: Weitere digitale Angebote in Planung

Das digitale Angebot des Museums soll auch in Zukunft weiterwachsen, wie die Museumsleiterin Petra Weber betont: „Auch, wenn wir uns schon sehr darauf freuen, wieder die Türen zu öffnen, sind digitale Angebote in der derzeitigen Situation eine wichtige Möglichkeit trotz der Schließung der Einrichtung Einblicke zu gewähren und den Kontakt zu den Besucher*innen nicht zu verlieren. Digitale Angebote sollen auch langfristig die Vermittlungsarbeit des Stadtmuseums begleiten, auch wenn natürlich unser Fokus auf der direkten Begegnung mit den Ausstellungsstücken liegt.“