Nachhaltig beschaffen –Bodenseetagung für die öffentliche Hand

Dienstag, 6. November 2018

19.10.2018 Lindau (Bodensee). Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen thematisiert die ganztägige Veranstaltung „Nachhaltig beschaffen –Bodenseetagung für die öffentliche Hand“ am 6. November 2018 in der Inselhalle Lindau.

Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz informieren über Hintergründe und Möglichkeiten zur nachhaltigen Beschaffung. In Fachforen werden spezifische Themen vertieft. Die Tagung richtet sich an Mitarbeitende der Verwaltungen der Bodenseeanrainerstaaten. Das Projekt wird vom IBK-Kleinprojektefonds gefördert.

Nachhaltige öffentliche Beschaffung hat eine hohe Hebelwirkung, um Konsumverhalten und Produktion nachhaltiger zu gestalten und Umwelt- und Sozialstandards in globalen Lieferketten zu stärken. „Wir als Beschäftigte im öffentlichen Dienst können sehr viel dazu beitragen, die globalen Ziele der Agenda 2030 der UN in der Region umzusetzen“, so Michael Remiorz, verantwortlicher Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik vom Landratsamt Lindau. „Wir möchten mit der Tagung über nachhaltige Wege im Beschaffungswesen informieren und im Rahmen von Fachforen grenzüberschreitende Erfahrungen austauschen.“

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Als ein Ziel der Agenda 2030 ist verankert, sozial und ökologisch verträgliche öffentliche Beschaffungspraktiken zu etablieren. Die EU-Vergaberechtsreform 2016 hat den Weg dafür frei gemacht: Nachhaltigkeitsaspekte können bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verstärkt berücksichtigt werden. Wie aber kann nachhaltige Beschaffung in der Bodenseeregion gestaltet werden? Welche guten Beispiele gibt es?

Im Rahmen der Tagung werden Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einem einführenden Teil Stellung zu diesen Fragen beziehen und die Chancen von Verwaltungskooperationen erörtern. In insgesamt acht Fachforen werden am Nachmittag spezifische Fragen im Bereich Reinigungsdienstleistungen, Außerhausverpflegung, IT, Elektromobilität, Büromaterialien, Hochbau, Vergaberecht und Kommunikationsstrategien beleuchtet.

Neben diesen Experten-Vorträgen gibt es auch ein Forum für regionale Politikerinnen und Politiker sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger der Verwaltungen. Hier wird die Bedeutung von nachhaltiger Beschaffung in der Bodenseeregion diskutiert.

Verwaltungsmitarbeiter verschiedener Ebenen haben bei der Bodenseetagung „Nachhaltig beschaffen“ die Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren des Vergabe- und Beschaffungsprozesses auszutauschen und praxisnahes Wissen zu generieren. „Wir bieten den Teilnehmern ganz konkrete Informationen, welche für ihr Aufgabengebiet innerhalb der öffentlichen Verwaltung tatsächlich relevant sind und den Arbeitsalltag erleichtern können“, so Remiorz. „Je mehr Wissen wir teilen und je besser wir uns vernetzen, umso wirkungsvoller können wir die nachhaltige Entwicklung unserer Region mitgestalten.“

Die Tagung „Nachhaltig beschaffen“ wird aus dem Kleinprojektefonds der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) gefördert. Ziel dieser Initiative ist es, Begegnung und Austausch über die Grenzen in der Bodenseeregion zu stärken. Katja Heller, Koordinatorin des IBK-Kleinprojektefonds, betont, dass die Tagung „Nachhaltig beschaffen“ nicht nur durch den länderübergreifenden Ansatz, sondern auch durch den Fokus auf nachhaltiges Handeln im Sinne der Agenda 2030 als Förderprojekt ausgewählt wurde.

Projektpartner sind die Koordinationsstellen kommunaler Entwicklungspolitik der Landratsämter Lindau und Konstanz, die Koordinationsstelle für Nachhaltige Entwicklung des Kantons St. Gallen, die Fachstelle für öffentliches Beschaffungswesen des Kantons Thurgau sowie der ÖkoBeschaffungsService (ÖBS) Vorarlberg.

Interessenten können sich auf der Webseite www.bodenseetagung.org für die Konferenz anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen erteilt auch Michael Remiorz im Landratsamt Lindau (Tel. 08382-270-431, mailto:michael.remiorz@landkreis-lindau.de).