NextGenERBA: Raum für Musik und Festivals in Wangen gewünscht

26.11.2019 Wangen im Allgäu. Viel Bestätigung für die bisher gewonnen Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung NextGenERBA hat der Workshop-Nachmittag kürzlich gebracht.

Gegen Ende standen je zwei Modelle des Pförtnergebäudes aus Holz und der geplanten Festwiese im Comptoirgebäude, die mit Darstellungen künftiger Veranstaltungen aus Knete, Playmobil und Lego gefüllt waren. Noch läuft die Bewerbungsphase für die Projekte: Abgabeschluss 3. Dezember 2019.

„Das Thema Festival kam häufig“, sagte Marianne Pfaffinger von dem Münchner Unternehmen Green City Experience, das den Beteiligungsprozess organisiert. Es sei der große Wunsch, dass es öfter Konzerte oder Festivals in Wangen gibt. Entsprechend zeigte eins der Festspielmodelle eine Bühne – in diesem Fall mit dem großen Namen „Metallica“ -, einem Foodtruck, einem Verkaufsstand. Dazwischen im Zentrum ein Mast. Das Ambiente erinnerte an das „Allgäu’s Finest“, das im vergangenen Sommer wieder in Karsee gefeiert wurde.

Neben Musik auch Open-Air-Kino oder Sport

Aufgebaut wurde diese Festwiese von Sebastian Joos, der in mehreren Wangener Vereinen engagiert ist, und Verena Kron vom Jugendhaus, die sich damit zur Sprecherin jener Jugendlichen machte, die im JuHa für ein Festivalgelände plädierten. Die zweite Festwiese zeigte ein Open-Air-Kino und Geräte, die zur Out-Door-Fitness einladen. „Der Wunsch wurde geäußert, dass das Wangener Kino dieses Out-Door-Kino bestreitet“, sagte Pfaffinger.

Disco und Skaten – auf jeden Fall mit Musik

Die Modelle des Pförtnergebäudes zeigten ebenfalls, dass das Musikthema hoch im Kurs steht: Eins der Modelle wurde mit Disco-Kugeln, einer Bar und einer Bühne ausgestattet, so dass einem „Hot like Beats“-Abend nichts mehr im Wege stehen würde. Der Name „Hot like Beats“ war denn auch am Boden der Veranstaltungshalle ablesbar. Im anderen Hallenmodell wurde das Thema „Disco“ mit Skater-Rampen kombiniert, die neben einer Bühne den Saal füllten.

In den Nebenräumen waren Menschen an einem Konferenztisch und daneben in einer Werkstatt zu sehen. „Wir haben immer wieder gehört, ‚Schade, dass man in Wangen nicht weggehen kann.‘“, sagte Pfaffinger. Außerdem hätten sie und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Eindruck gewonnen, dass es hier in Wangen eine sehr große Feierlaune gebe und bedauert werde, dass man dazu oft wegfahren müsse.

Räume als Treffpunkt zum Chillen und für gemeinsame Hobbys

Daneben werden Räume vermisst, in denen man sich zwanglos treffen kann, ohne konsumieren zu müssen, aber auch Räume, in denen man zusammen ein konkretes Projekt erarbeiten könne, wie handwerkliche Dinge oder Kunst. Das sei an dem Nachmittag auch deutlich zum Ausdruck gekommen und lasse sich an dem Modell ablesen.

So mancher, der im Comptoirgebäude vorbeikam, holte sich auch Tipps ab für die Beerbung seines Projekts, das er in der ERBA umsetzen möchte. „Die Leute, die da waren, wussten, dass sie gefragt sind und dass sie etwas machen müssen – dass es eben kein Wunschkonzert ist“, sagte Pfaffinger. Es eine auch weniger Jugendliche, als vielmehr junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren gewesen, die sich eingefunden hatten.

Abgabeschluss für die Projekte: 3. Dezember 2019

Gruppen, die sich in der ERBA mit ihrem Projekt einbringen wollen, haben noch Zeit bis 3. Dezember 2019, um es auszuarbeiten. Das Formular ist im Internet abrufbar. „Ich weiß inzwischen von 13 konkreten Projekten, die bearbeitet werden“, sagte Johanna Müller, die bei der Stadt für NextGenERBA verantwortlich ist. Die Zahl der Personen, die sich am Samstag kundig machte, habe aber weit darüber gelegen.

Für gechillte Musik sorgte den Nachmittag über „Hot like Beats“.