Nicolai Müller ist neuer Leiter des Ordnungs- und Sozialamts Wangen

2.9.2019 Wangen im Allgäu. Der Nachfolger von Kurt Kiedaisch im Amt des Leiters des Ordnungs- und Sozialamts heißt Nicolai Müller. Für den 28-Jährigen hat der Dienst zum 1. September 2019 begonnen. Er übernimmt nach einer Einarbeitung durch den bisherigen Amtsleiter einen Monat später selber die Amtsführung.

Für Nicolai Müller bedeutet der Dienstantritt bei der Wangener Stadtverwaltung eine Rückkehr in die Heimat. Geboren ist er zwar in Amtzell, doch er sagt von sich: „Ich bin durch und durch ein Wangener.“ Nach dem Abitur am Rupert-Neß-Gymnasium studierte Müller an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Public Management. Bereits im Vertiefungspraktikum befasste er sich mit der Ordnungsverwaltung. Nach dem Abschluss im Jahr 2015 ging er nahtlos zum Landkreis Ravensburg und arbeitete dort zunächst drei Monate als Trainee im Umweltamt, um dann direkt in eine feste Stelle übernommen zu werden. Vom Umweltamt wechselte er ins Sozialamt und kümmerte sich dort vorrangig ein Jahr lang um alle Themen rund um die Existenzsicherung von Menschen.

Vom Landratsamt zur Stadt Ravensburg

Im August 2016 wechselte er zwar die Behörde, nicht jedoch den Einsatzort, indem er zur Straßenverkehrsbehörde der Stadt Ravensburg ging. „Dabei habe ich auch schon die Möglichkeit bekommen, Führungsverantwortung zu übernehmen“, sagt Müller. Seine Hauptaufgaben bei der Stadt Ravensburg lagen im Bereich Verkehr. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war das Thema Veranstaltungssicherheit. In seine Verantwortung fiel auch die Ausarbeitung des Sicherheitskonzepts für das Rutenfest. Und weil er in der Materie von A bis Z drin war, übernahm er auch gleich die Rufbereitschaft in den zwei Wochen, die für die Kreisstadt Ausnahmezustand bedeuten.

Und tatsächlich musste er deshalb auch den Dienst antreten. „Aber nicht wegen des Rutenfests selber“, wie er erzählt, sondern weil eine nahegelegene Mülldeponie brannte und geklärt werden musste, ob wegen der Emissionen ein Sicherheitsproblem vorlag. „Das war glücklicherweise nicht so. Im Ernstfall hätten wir das Rutenfest abbrechen müssen“, sagt er.

Wichtig: Kommunikation

Im Ordnungs- und Sozialwesen ist der Umgang mit Rechtsfragen Tagesgeschäft. Ein wichtiger Punkt ist ihm dabei das Thema „Kommunikation“. Das gilt nach innen – gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch gegenüber den Kollegen. Und das gilt nach außen – egal ob es im Vorfeld von Veranstaltungen oder im Zusammenhang mit der Einrichtung von Baustellen ist. „Man muss mit den Leuten sprechen“, sagt er und definiert die Rolle der Verwaltung als „Dienstleister, der auch dort, wo es möglich ist, Spielräume nutzt“. Andererseits weiß er auch, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist: „Man kann nur redenden Menschen helfen“, sagt er. Das heißt, man kann nur auf Bedürfnisse und Vorstellungen eingehen, wenn sie auch geäußert werden.

Auf die neue Herausforderung in Wangen freut sich Nicolai Müller – fachlich und privat. Der Weg zur Arbeit wird sich deutlich verkürzen von der Heimatbasis in Merazhofen, wo er mit seiner Freundin lebt. Ob er allerdings als Sportkegler in Friedrichshafen weiter aktiv bleiben und zweimal wöchentlich zum Training fahren kann, muss sich zeigen. Reizen würde es ihn natürlich, denn das Team ist jetzt in die Erste Bundesliga aufgestiegen.

Nicolai Müller (Foto: Stadt Wangen/Pressestelle)