Peter Würl Buchvorstellung SPURENSUCHE IM ALLGÄU Ottobeuren

Dienstag, 19. November 2019
19:00

Am Dienstag, 19.11.2019, findet im Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth in Ottobeuren die Buchvorstellung „SPURENSUCHE IM ALLGÄU – Ein Weg der Geschichten aus der Geschichte“ von und mit Peter Würl statt.

Kuriose Geschichten und (fast) unbekannte Naturdenkmäler entlang des Crescentia-Pilgerwegs.

Kaufbeuren, das Gut Bickenried, Irsee mit dem Benediktinerkloster Irsee und der Klosterkirche, Rettenbach (hier trifft der Crescentia-Pilgerweg auf den Jakobsweg), Ottobeuren, Frechenrieden, Mussenhausen, Dirlewang, die Fatima-Grotte in Baisweil und Mindelheim mit dem Heilig-Kreuz-Kloster, sind nur einige Stationen dieses faszinierenden Weges.

Eindrücke und Randnotizen von Peter Würl 1. Etappe des Crescentia-Pilgerweges

Von Kaufbeuren, der Stadt der heiligen Crescentia, über Kleinkemnat durch die Hölle nach Irsee

Literatur: „Spurensuche im Allgäu“ von Peter Würl (Das Buch kann inklusive einer kleinen Widmung portofrei auf peter-wuerl.de oder telefonisch unter 08372/98175 bestellt werden)

Peter Würl: „Bei Eiberg, etwas abseits vom Wege, lässt sich die Höhle finden, bei der die Wiege des Klosters Irsee stand.

Weiter nach Eggenthal zu der Stelle, an der sich der Galgen des Klosters Irsee befand und man heute noch den Felsen sieht, an dem die Verurteilten ihr letztes Gebet sprechen durften.

Nach einer schönen malerischen Talstrecke gibt es den Abzweig zum Dreiländerstein, nach dem ich in meinem ersten Buch, „Wunderliches Allgäu“, noch verzweifelt gesucht hatte und der heute ausgeschildert und leicht zu finden ist.

In Oberegg habe ich unter einem alten Feldstadel die Bunkerreste der Funkleitstation Maikäfer für Nachtjägeraus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.“
Sehenswert

Kaufbeuren, Gut Bickenried, Irsee, Wielen, Eggenthal.

Crescentia-Pilgerweg (Foto: Peter Würl)

Eindrücke und Randnotizen von Peter Würl 2. Etappe des Crescentia-PilgerwegesPeter Würl: „Von Oberegg geht es weiter über Wielen nach Oberburg, wo einst die Burg von Engetried stand, an die noch ein Gedenkstein erinnert.

Besonders schön, der Abstieg über die Steinefelsen nach Markt Rettenbach dem alten Fuggerort mit der geschichtsträchtigen Kapelle,“ Maria Schnee.“

Bei Eheim über die Professor Eichel Brücke mit einer ungewöhnlichen Geschichte.

Dann nach Hofs an einem alten Sühnekreuz vorbei nach Guggenberg in dessen Ortsteil, Stefansried, Pfarrer Kneipp geboren wurde, durch ein wunderschönes Tal abwärts, mit einer tollen Wassertretanlage im nahen Wäldchen, nach Ottobeuren, welches man den ganzen Weg über majestätisch vor Augen hat.

Ottobeuren der uralte Klosterort beherbergt im Klostermuseum unter vielen Kostbarkeiten einen Briefwechsel der heiligen Crescentia mit den Ottobeurer Mönchen. Es hat, außer der wunderschönen Klosterkirche mit der geheimnisvollen Krypta, viel Kulturelles und lukullisches zu bieten.“

Sehenswert

Wineden, Markt Rettenbach, Ottobeuren.

Eindrücke und Randnotizen von Peter Würl 3. Etappe des Crescentia-Pilgerweges

Peter Würl: „In Frechenrieden habe ich das Kreuz gesucht, an dem 1941 ein Flugzeug abgestürzt ist. Ich habe den Kochweltmeister Bernhard Munding kennengelernt, der bei der Olympiade 2018 kocht.

Weiter ging es nach Mussenhausen mit seiner spannenden Wallfahrtsgeschichte.

Dann bei Stetten in Oberkammlach fand nach der Französischen Revolution ein französischer Bruderkrieg statt.

42.000 Soldaten waren beteiligt und es gab 1200 Tote. An der Brücke an der das sogenannte,“le massacre de Cammlace“ stattfand, konnte man im Blut waten, berichtete später ein Offizier.

Danach haben wir gut die Hälfte der Strecke bereit geschafft und laufen in Mindelheim ein.

Mindelheim mit dem Kloster zum heiligen Kreuz, dessen Nonnen die heilige Crescentia ihre Basen nannte.

Eine prachtvolle mittelalterliche Stadt mit der Mindelburg auf der Höhe. Hier residierte der Vater der Landsknechte Georg Frundsberg, von dem der Ausspruch stammt „Viel Feind viel Ehr!“.“

 

Mindelburg (Foto: Peter Würl)
Mindelburg (Foto: Peter Würl)

Sehenswert

Frechenrieden, Mussenhausen, Stetten, Mindelheim

Eindrücke und Randnotizen von Peter Würl 4. Etappe des Crescentia-Pilgerweges

Peter Würl: „Der Rückweg führt uns über Apfeltrach, in dessen Kirche St. Bartholomäus im Vorraum Christus im Kerker zu sehen ist. Dieser Kerkerchristus geht auf eine Vision der heiligen Crescentia zurück.

In Dirlewang steht die Kirche auf einem Hügel und war wahrscheinlich eine ehemalige Burgkapelle, wie aus der befestigten Friedhofsmauer ersichtlich ist. Bei Dirlewang wurden die frühestensesshaftensteinzeitlichen Menschen nachgewiesen.
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In Warmisried gibt es die Besonderheit einer alten Urkirche etwa aus dem Jahr 1000.

Oggenried ist seit 2003 weltbekannt, seit man nach einem Badeunfall nach einer angeblichen Geierschildkröte gesucht hat.
Wegen Lotti der Schildkröte wurde der Weiher von Oggenried ausgepumpt. Internationale Fernsehteams rückten an, doch Lotti blieb verschwunden. Seitdem rangiert der Oggenrieder Weiher gleich nach Loch Ness. Rom, Paris, New York – Oggenried liegt seitdem irgendwo dazwischen!

Schon sehen wir wieder die Türme des Klosters Irsee, aber da waren wir ja schon.

Bevor wir wieder nach Kaufbeuren kommen, noch zur Burganlage von Großkemnat, mit dem noch vorhandenen Bergfried, der lange fälschlicherweise Römerturm genannt wurde. Hier finden öfter Theaterstücke statt und es gibt ein Burgcafe, an dem man prima draußen sitzen kann.

Eine etwa 90 km lange Strecke liegt jetzt hinter uns, wir sind wieder in Kaufbeuren, der Heimatstadt der heiligen Crescentia, welche damals angeblich öfter diesen Weg zurück gelegt hat.“

Eintritt: 6 €

Veranstaltungsort der Buchvorstellung: Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth – Marktplatz 14a – 87724 Ottobeuren

Crescentia-Pilgerweg (Foto: Peter Würl)