Peter Würl: Eine Wanderung auf der Strecke des Crescentia Pilgerweges, Geschichten aus der Geschichte.

Der Crescentia-Pilgerweg im Allgäu – Der Schriftsteller Peter Würl hat ihn „erwandert“ und berichtet in seinem neuen Buch „Eine Wanderung auf der Strecke des Crescentia Pilgerweges, Geschichten aus der Geschichte.“, das im Herbst 2018 erscheinen wird.

Von Kaufbeuren über Ottobeuren und Mindelheim zurück nach Kaufbeuren

Kaufbeuren, das Gut Bickenried, Irsee mit dem Benediktinerkloster Irsee und der Klosterkirche, Rettenbach (hier trifft der Crescentia-Pilgerweg auf den Jakobsweg), Ottobeuren, Frechenrieden, Mussenhausen, Dirlewang, die Fatima-Grotte in Baisweil und Mindelheim mit dem Heilig-Kreuz-Kloster, sind nur einige Stationen auf Peter Würls spannender Wanderung.

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Peter Würl besuchte diese Orte und hat von dort zahlreiche Geschichten mitgebracht.

Es sind viele heitere, aber auch nachdenkliche Momente, die Peter Würl festgehalten hat.

Erste Einblicke in sein neues Werk gewährt Peter Würl schon heute:

Geschichten aus der Geschichte, auf der Strecke des Crescentia Pilgerweges von Kaufbeuren nach Mindelheim und zurück

„Ich war im Sommer etappenweise auf dem Crescentia Pilgerweg unterwegs , habe die Strecke, welche nicht besonders stark frequentiert ist, dabei sehr lieb gewonnen und möchte gerne auch mal die Führung mitmachen, welche vom Kloster in Kaufbeuren angeboten wird.

Zuhause habe ich dann versucht die verschiedenen Stationen historisch zu hinterfragen, die spirituellen Aspekte deckt ja der Pilgerführer ab, und bin dabei auf viele spannende Geschichten auf der Strecke gestoßen, welche teilweise auch mit meinen Forschungen in der Gegend zu tun haben und neben dem Naturerlebnis und der spirituellem Erbauung des Weges auch die historischen Seite der Gegend und des Weges beleuchtet.

Kaufbeuren die Geburtsstadt der heiligen Crescentia kenne ich sowieso sehr gut, danach geht man durch die Hölle ( im übertragenem Sinn) diese wunderbare Strecke, von Kleinkemnat nach Irsee, heißt so, und erreicht das Klosterdorf Irsee mit seiner umfangreichen Geschichte.

Kloster mit Garten
Kloster mit Garten (Foto: Peter Würl)

Wenn man einen kleinen Abstecher nach Eiberg einlegt, kann man die Höhle im Eiberger Wald suchen, bei der die Mönche gelebt haben, welche für die Entstehung des Klosters verantwortlich sind.

Weiter geht es nach Eggenthal und dort habe ich, wie in meinem letzten Buch beschrieben, den Felsen gefunden, an dem die Verurteilten ein letztes Gebet auf ihrem Weg zum Galgen sprechen durften. Er liegt gleich am Wege.

Dann kommt wieder eine wunderschöne Wegstrecke, nach Rappen Oberegg, vorbei am Dreiländerstein, dessen Suche ich in meinem ersten Allgäu Buch, „Wunderliches Allgäu“ beschrieben habe und der heute beschildert und zugänglich ist, da er auch direkt am Wege liegt.

In Oberegg habe ich die Bunkerreste einer Funkstation für Nachtjäger aus dem zweitem Weltkrieg mit dem Tarnnamen Maikäfer, die sogar im Atlantikwallarchiv vermerkt ist, gesucht und unter einem alten Feldstadel gefunden.

Nun geht es über Oberburg die wunderschönen Nagelfluhfelsen nach Markt Rettenbach mit seiner Fugger Vergangenheit hinab, weiter nach Eheim über die Professor Eichel Brücke, hinter deren Namen sich ebenfalls eine ungewöhnliche Geschichte verbirgt.

Dann über Hofs nach Guggenberg, in dessen Ortsteil Stephansried Pfarrer Kneipp, der weltbekannte Wasserdoktor geboren wurde, nach Ottobeuren,, wo ich dann bereits zum zweiten Mal bei meinen Recherchen auf dem Weg nach Mindelheim auf Johannes Eck den Gegner von Martin Luther stieß, welcher die päpstliche Bannandrohungsbulle bei Papst Leo den 10.gegen Martin Luther erwirkte, er ist übrigens in Egg an der Günz geboren.

Kloster
Kloster (Foto: Peter Würl)

An der nächsten Station in Frechenrieden, habe ich auf der Suche nach einem Marterl, welches an einen Flugzeugabsturz 1941 erinnert, einen Kochweltmeister kennen gelernt, welcher auf der Olympiade 2018 in Südkorea kocht und in Mussenhausen der Wallfahrt zur lieben Frau vom Berge Karmel nachgespürt.

Im Gebiet von Stetten, Oberauerbach und Kammlach trafen im französischem Bruderkrieg 1769 beim sogenannten,“ massacre de camlac“ im Zuge der französischen Revolution, 42 000 Kämpfer aufeinander 1200 davon fanden den Tod.

Der Zielort ist dann schon Mindelheim, in dem die heilige Crescentia, welche diesen Weg mehrmals gelaufen ist ein gutes Verhältnis zu den Schwestern vom Kloster zum heiligen Kreuz pflegte, die sie ihre Basen nannte.

Der Rückweg führt über Apfeltrach, nach Dirlewang, bei dem ich einige Erlebnisse meines letzten Buches verwerten konnte, und weiter nach Warmisried, mit einer Kirche unter der Kirche, einer unterirdischen Urkirche, etwa aus dem Jahre 1000, über der später die neue Kirche gebaut wurde.

Danach geht es nach Baisweil, welches wie in Eggenthal an der Römerstraße Kempten Augsburg liegt. Im letzten Buch von mir wird näher auf diesen Ort eingegangen ,welcher auf einen tragischen Kircheneinsturz in der Osternacht 1886 zurückblickt, bei dem 5 Tote und 6 Schwerverletzte zu beklagen waren, weil der Kirchturm dem Osterläuten nicht gewachsen war.

Oggenried der nächste Ort ist inzwischen weltbekannt, weniger durch historische Besonderheiten, sondern durch eine ominöse Geierschildkröte, welche zwar nie gesichtet wurde, wegen der aber 2013 der Oggenrieder Weiher abgelassen wurde, sich die Fernsehteams in Oggenried die Klinke in die Hand gaben und wegen der, nach Loch Ness, der Ungeheuertourismus jetzt auch in Oggenried blüht.

Schon sind wir wieder in Irsee und nehmen unseren Weg über Kemnath, dessen Burggeschichte natürlich nicht fehlen darf, zurück zu unserem Ausgangspunkt Kaufbeuren, bei dem ich die Stadtgeschichte und das Leben der heiligen Crescentia in den Fokus stelle.“

Peter Würl
Peter Würl