Resümee der Polizei für das Auftaktspringen der Vierschanzentournee 2019 in Oberstdorf

30.12.2019 Oberstdorf. Das Resümee der Polizei für das diesjährige Auftaktspringen der Vierschanzentournee fällt überwiegend positiv aus. Zu größeren Sicherheitsstörungen kam es nicht.

Über 40.000 Besucher feiern friedlich

Rund 25.000 Zuschauer besuchten heute laut Veranstalter die ausverkaufte WM-Skisprungarena. Die Stimmung war sehr gut und so wurden vom feiernden Publikum bei trockener und am zweiten Wettkampftag auch sonniger Witterung die teilnehmenden, internationalen Topathleten zu Höchstleistungen angefeuert. Über 40.000 Wintersportfans konnten an beiden Veranstaltungstagen verzeichnet werden.

Nur in sehr wenigen Fällen war ein Einschreiten der eingesetzten Polizeikräfte, welche sich hauptsächlich aus Beamtinnen und Beamten der Oberstdorfer Polizei, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, der Operativen Ergänzungsdienste und der Bundespolizei zusammensetzten, notwendig:

Zwei 27 und 54 Jahre alten Männern musste ein Platzverweis erteilt werden, da sie auf dem Veranstaltungsgelände unerlaubt Fanartikel verkauften.

Bei einem 35-jährigen Mann wollten eingesetzte Beamte die Identität feststellen, nachdem er dabei beobachtet wurde, wie er „Special-Guest-Karten“ verkaufen wollten. Dagegen leistete der Mann Widerstand, weswegen er kurzzeitig in Polizeigewahrsam genommen wurde. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er die Veranstaltung noch besuchen.

Kleinere Ordnungsstörungen konnten überwiegend kommunikativ gelöst werden, in Einzelfällen waren Platzverweise vonnöten.
Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Anreise an beiden Veranstaltungstagen verlief nahezu störungsfrei, es kam auf der B19 zu vereinzelten temporären Stauungen zwischen Sonthofen und Oberstdorf. Die Abreise der Gäste verursachte geringe Stauungen auf der B19 zwischen Fischen und Oberstdorf, bereits nach etwa einer Stunde normalisierte sich der Verkehr an beiden Tagen allerdings wieder.

Das Parkplatz- und Verkehrskonzept wird mit Blick auf die Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 und künftige Sportgroßveranstaltungen in Oberstdorf ständig fortentwickelt.

Erfreulicherweise trug wie in den Vorjahren auch eine Vielzahl von Besuchern zu einer deutlichen Verkehrsentlastung bei, indem sie die öffentlichen Verkehrsmittel zur An- und Abreise nutzten. Über 4.500 Fans reisten am Sonntag mit der Bahn nach Oberstdorf und zurück.

Die Einsatzmaßnahmen sowohl in Bezug auf die Sicherheit im Stadion, als auch im Verkehrsbereich waren für die Polizei ein wichtiger Testlauf für die anstehende Nordische Ski-Weltmeisterschaft. Die Videoüberwachung besonders relevanter Örtlichkeiten hat sich bewährt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, seinen vielen ehrenamtlichen Helfern, Feuerwehr und Rettungsdienst verlief wie in den Vorjahren einvernehmlich und kooperativ.

Der Einsatzleiter der Polizei, Sven-Oliver Klinke, zeigt sich mit dem Veranstaltungsverlauf zufrieden: „Wir blicken auf eine gelungenes und friedliches Auftaktspringen der Vierschanzentournee zurück. Die Verkehrsbeeinträchtigungen für die Besucherinnen und Besucher haben sich in Grenzen gehalten, so dass es insgesamt zu keinen größeren Behinderungen kam.“

(PP Schwaben Süd/West, 29.12.2019, 21:20/hs)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)