Sandra Radtke ist die neue Datenschutzbeauftragte der Städte Leutkirch im Allgäu und Wangen im Allgäu.

14.11.2018 Wangen im Allgäu. Seit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 ist der Schutz von personenbezogenen Daten europaweit einheitlich geregelt. Da alle öffentlichen Stellen verpflichtet sind, personenbezogene Daten sparsam, transparent und zweckgebunden zu verarbeiten, müssen sie jetzt auch einen Datenschutzbeauftragen oder eine Datenschutzbeauftragte bestellen.

Weil die Aufgabenerfüllung in diesem Bereich besonders komplex ist, die beiden Kommunen aber auch eine hohe Qualität in der Erfüllung dieser Pflicht erbringen wollen, haben die jeweiligen Gemeinderäte zugestimmt, diese Position gemeinsam zu besetzen. „Der Landesdatenschutzbeauftragte hat uns bestätigt, dass eine solche interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich bisher einzigartig ist“, sagt Lucia Janker, Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Wangen, bei dem der Datenschutz angesiedelt ist.

Sandra Radtke ist so gesehen Pionierin, aber sie weiß sich im selben Boot mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen im Land. Bei einer Fortbildung vor Kurzem stellte sie fest, dass „die meisten Datenschützer neu im Geschäft sind“, wie sie sagt.

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Die 27-Jährige wechselte aus dem Jobcenter Leutkirch in die Rolle der Datenschutzbeauftragten für beide Städte, wobei sie mindestens einen Tag vor Ort in der Leutkircher Stadtverwaltung arbeitet. Als wichtigste ihrer zahlreichen Funktionen bezeichnet sie die Unterrichtung und Beratung der Mitarbeiter sowie dafür Sorge zu tragen, dass die datenschutzrechtlichen Vorschriften auch eingehalten werden. Denn viele Themen im Bereich der europäischen Datenschutzgrundverordnung bedürfen einer besonderen Betrachtung in der Umsetzung. „Das Thema ist spannend und stellt eine neue Herausforderung dar“, sagt sie.

Sandra Radtke ist in Kißlegg aufgewachsen, hat die Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst in Ludwigsburg absolviert. Sie lebt in Wangen.