Sie sind das „Rückgrat“ des Roten Kreuzes

12.9.2014 Landkreis Unterallgäu. Ehrenamtliche Helfer sind wichtig für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) – und für das gesamte Unterallgäu. Das machte Landrat Hans-Joachim Weirather kürzlich bei einer Ehrung deutlich.

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann hatte vier Mitgliedern des BRK-Kreisverbandes Unterallgäu das Ehrenzeichen am Bande verliehen. Weirather händigte die Auszeichnung aus.

Das Ehrenzeichen in Gold erhielten Reinhard Viehweger vom BRK Mindelheim, Josefa Kassner und Rudolf Balabanovic – beide vom Roten Kreuz Türkheim. Das Ehrenzeichen in Silber überreichte Weirather an Elfriede Anwander, ebenfalls vom BRK Türkheim.

„Zu Recht werden die Ehrenamtlichen als das Rückgrat des Roten Kreuzes bezeichnet“, hob Weirather hervor. Die Auszeichnung sei ein Dankeschön für Menschen, die ohne Wenn und Aber für andere da sind. In seiner Ansprache spannte Weirather den Bogen zu einem aktuellen Thema: Auch die vielen Flüchtlinge, die derzeit ins Unterallgäu kommen, seien auf Menschen angewiesen, die bereit sind, anderen Zuwendung und Zeit zu schenken. Dann ging der Landrat auf die Verdienste der Geehrten ein.

Josefa Kassner trat 1973 der Frauenbereitschaft Türkheim bei. Sie ist bei vielen Sanitätsdiensten im Einsatz und generiert laut Weirather beim Loseverkauf am Glückshafen finanzielle Mittel für das Rote Kreuz. Außerdem ist sie in der Schnelleinsatzgruppe (SEG) aktiv, war Leiterin der ehemaligen Frauenbereitschaft und ist nun stellvertretende Leiterin der jetzigen Bereitschaft. „Sie sind ein Segen für das Rote Kreuz“, so Weirather.

Reinhard Viehweger kam 1973 zur Sanitätskolonne Mindelheim. Seither leistet er Sanitätsdienste bei vielen Veranstaltungen und hält  seit 30 Jahren Erste-Hilfe-Kurse. Durchschnittlich führe er vier Kurse im Jahr mit je 20 Teilnehmern durch, beantwortete er Landrat Weirathers Frage – damit hat Viehweger in 30 Jahren rund 2400 Personen die Regeln der Ersten Hilfe nahe gebracht. Zudem war er mehr als zwölf Jahre Gruppenführer im Katastrophenschutz. „Selbstlos, hilfsbereit und aufopfernd – diese Beschreibung trifft auf Sie ohne Einschränkungen zu“, sagte Weirather.

Rudolf Balabanovic konnte bei der Ehrung aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein. Er trat 1974 der Sanitätskolonne Türkheim bei, absolvierte eine Ausbildung zum Sanitäter und leistete zahlreiche Sanitätsdienste ab – insbesondere beim Eishockey laufe kaum ein Spiel ohne ihn ab, so Weirather

Elfriede Anwander kam 1989 zur Frauenbereitschaft Türkheim. Bei Sanitätsdiensten und beim Blutspendedienst ist die gelernte Arzthelferin im Einsatz. „Und der Glückshafen wäre ohne Sie wie ein Glückshafen ohne Lose“, so Weirather.

Er betonte, die Ehrung wiege den Einsatz der Helfer nicht auf und sei als Zeichen der Wertschätzung zu verstehen. „Doch Sie wissen: Durch ein starkes Herz, etwas anzupacken, gewinnen auch Sie Freude.“