Skatepark Füssen wird barrierefrei

10.4.2019 Landkreis Ostallgäu. Auf der achten Sitzung des Entscheidungsgremiums informierte Dr. Alois Kling außerdem, dass die Umsetzung des EU-Programmes deutlich vereinfacht wurde.

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ hat in seiner achten Sitzung das Projekt „Barrierefrei im Ostallgäu: Skaten für Rollifahrer in Füssen“ für eine Förderung im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 – 2020 befürwortet.

„Ich freue mich sehr über dieses barrierefreie Angebot, das ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für das Ostallgäu darstellt und somit unsere Region nachhaltig aufwertet. Es ist das erste Angebot dieser Art in ganz Bayern und ein Paradebeispiel für gelebte Inklusion“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Vereins.

Träger des Projektes, dem nun rund 110.000 Euro Fördermittel zur Verfügung stehen, ist die Stadt Füssen. Die plant neben dem Bau einer barrierefreien Fahrstrecke für Rollifahrer eine Erweiterung des Skate- und Bikeparks um 600 Quadratmeter, die ein barrierefreies Skaten ermöglichen soll.

Außerdem sind eine barrierefreie Homepage sowie ein Rollstuhl-Skate-Event geplant. Darüber hinaus sollen am bestehenden Skate-Bikepark bedarfsgerechte Ergänzungen wie zum Beispiel eine Flutlichtanlage entstehen. Weiterhin wurde auf der Sitzung über den Abschluss des ersten sowie über den geplanten zweiten Aufruf des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ berichtet.

Landrätin Zinnecker ruft dazu auf, weitere innovative Projektideen einzureichen und so die zur Verfügung stehenden Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die Projekte müssen mindestens einem der Entwicklungs- und Handlungsziele „Demographie“, „Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz“, „Wirtschaft & Bildung“, „Tourismus“ und „Kultur & Identität“ der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen.

Für die Umsetzung der LES stehen dem Verein Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Die Beratung der LAG „bergaufland Ostallgäu“ sowie die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.

Sehr gute Neuigkeiten verkündete Dr. Alois Kling, Leiter des für LEADER im Allgäu zuständigen Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten: „Durch eine Richtlinienänderung des Landwirtschaftsministeriums wird LEADER in Bayern deutlich einfacher.“ So müssten beispielsweise Projektträger erst ab einer Auftragssumme von 10.000 Euro verschiedene Angebote einholen, bisher lag dieser Wert bei 2.500 Euro. Davon erhofft sich auch LEADER-Koordinator Ethelbert Babl vom AELF Kempten zusätzlichen Schwung für neue Projekte im Ostallgäu.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.