Städtische Galerie Wangen zeigt Ausstellung „Life is beautiful“

12.10.2018 Wangen im Allgäu. Die Ausstellung „Life is beautiful“ zeigt mit Werken von fünf Künstlern einen Ausschnitt aus der Privatsammlung Dr. Keck, ausgewählt von der Städtischen Galerie In der Badstube, zu sehen von Sonntag, 14. Oktober, bis Sonntag, 6. Januar.

In der Ausstellung gibt der Sammler sehr private Einblicke in seinen Fundus zeitgenössischer Kunst. Vertreten sind Werkreihen aus Malerei, Grafik, Skulpturen und Objekte von Goran Djurovic, Berlin. Moritz Götze, Halle an der Saale, Jan M. Petersen, Berlin, David Spiller, London und Rainer Weishaupt, Ravensburg.

Die Malerei des gebürtigen Belgraders Goran Djurovic ist dunkeltonig und besitzt zugleich eine starke poetische Strahlkraft. Seine Figuren, die auf Bühnen zu agieren scheinen, sind in ihrer Existenz ständig Bedrohte. Nur geraten sie nie zu Hoffnungslosen, sind stattdessen Träumende, die auf Erfüllung warten.

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So wie sich bei Goran Djurovic die verschiedensten Realitätsebenen vermischen und ins Irreale abdriften, würden sich auch die „Bubbleheads“ des Ravensburger Grafikdesigners und Karikaturisten Rainer Weishaupt so verhalten, als kämen sie von einem anderen Planeten. Die knallig-bunten, poppigen „Köpffüßler“ sind zu seinem Markenzeichen geworden. Es ist die knappste und dabei sehr lustvolle Form, einen Menschen abzubilden.

Bisher einzigartige Maltechnik

David Spiller (geboren 1942 in Dartfort, Kent), der im Juni 2018 verstorben ist, gilt als ein Veteran der Nachkriegs-britischen Pop Art. Nicht nur, dass er eine bislang einzigartige Maltechnik erfunden hat, er ist zudem ein perfekter Interpret der Comic-Helden aus der Walt Disney-Welt. Seine Vorliebe waren die 1960er Jahre mit ihrer kräftigen Farbigkeit und ihren klaren geometrischen Konturen, in die wild und magisch Skizzenhaftes verwoben ist. Was er vor allem mit seiner Kunst sagen wollte, ist „I love you“.

Jan M. Petersen bewegt sich mit seinem zeitaufwändig hergestellten Arbeiten aus dem „Kunstkaufhaus-Ost“ in den Traditionen des Dada, der Collage und des Objekthaften. Seine auf Politik, Gesellschaft und Kultur ironisch anspielenden Werke präsentiert er dicht an dicht auf großen Wandflächen, sodass ein wunderbares Spiel der Formate und räumlichen Bezüge entsteht. Parallel zur Sammlung zeigt er eine Reihe bildhauerische Werke. Auch hierbei begibt er sich auf die Suche nach widersprüchlichen Brechungen mit der Realität.

Deutsche Pop-Kunst

Mit dem Hallenser Moritz Götze kommt ein Künstler zum zweiten Mal nach Wangen. Er war 2010 zusammen mit seinem Vater Wasja Götze hier vertreten. Seit den 1990er Jahren zählt er mit zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Deutschlands. Ursprünglich von der Aktionskunst in der damaligen DDR kommend, bezeichnet er seine Kunst als Deutschen Pop. Seine Darstellungen widmen sich der nachträglichen Popularisierung der deutschen Kunstgeschichte und das formal in einer ungeheuren Bandbreite aus Malerei, Graphik und auf Metall gebrannten Emailfarben.

Er sammelt Geschichten aus Alltag und Politik und spinnt sie unter Verwendung von Elementen der Pop Art, des Comics und der Werbung weiter. Einzelne Werke aus der Sammlung Dr. Keck zeigen, dass sich das „Enfant terrible Sachsen-Anhalts“ auch genauso gut privat und persönlich geben kann.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 14. Oktober 2018, um 11 Uhr mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Michael Lang. Im Anschluss wird Gundolf Roy, Galerist und Siebdrucker aus Zülpich, Einblicke in Dr. Kecks Sammelleidenschaft geben.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr; Samstag von 11 bis 17 Uhr. Heiligabend und Silvester geschlossen.