Startschuss für die Bürgerbeteiligung NextGenERBA in Wangen

13.5.2019 Wangen im Allgäu. Über den Link www.nextgenerba.de fragt die Stadt vor allem junge Wangener und Wangenerinnen in einer Online-Befragung, wie sie sich die ERBA als Lieblingsort vorstellen. Mit einem Fest auf dem Platz rund um den Schornstein in der ERBA ist die Bürgerbeteiligung NextGenERBA feierlich gestartet worden.

Die Festbesucher waren eingeladen, vor Ort und live an Tablets die Online-Beteiligung mitzumachen. Und davon wurde von den Anwesenden auch reichlich Gebrauch gemacht. Auf die Frage, was in Wangen fehlt oder was in der ERBA stattfinden könnte, wurden unter anderem genannt:

o „es fehlt an Bars und Clubs“
o ein Ort, wo sich junge Leute treffen können
o Karaokebar
o Proberäume für junge Bands
o Freeletics

Um zu zeigen, was im Pförtnergebäude und auf der Festwiese der ERBA künftig möglich wäre, zeigte eine Ausstellung guter ähnlicher Beispiele aus anderen Städten. Auf einer Kommentarwand konnten erste Ideen für die zukünftige Nutzung des Pförtnergebäudes und der Festwiese eingebracht und Kommentare zu den gezeigten Vorschlägen hinterlassen werden.

Die Online-Beteiligung ist noch bis 31.Juli 2019 möglich. Die Stadt Wangen hofft auf möglichst viele, vor allem junge Teilnehmer. Die Online-Befragung ist auch Teil des Förderprojekts „Ein Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen“.

Mit dem Fest wurde die neue Fußgänger- und Radwegebrücke im Süden der ERBA eröffnet. Sie kostete 240 000 Euro und wurde von den Stadtwerken Wangen gebaut, weil unter ihr das Abwasser aus der ERBA zum zentralen Sammler geführt wird.

Es gab noch einen weiteren Grund zum Feiern: Offiziell wurde das Comptoir-Gebäude in Betrieb genommen. Dafür übergab Architekt Peter Hausen einen gebackenen Schlüssel an Oberbürgermeister Michael Lang. Hausen erzählte, das Gebäude habe am Anfang „arg wüst ausgesehen“ und es habe einige böse Überraschungen gegeben. Diese zu meistern sei nur im Team mit Fachleuten möglich gewesen. „Ich ernte jetzt die Lorbeeren“, sagte Hausen.

OB Lang sprach mit Blick auf das Comptoire-Gebäude von einem Musterbeispiel für den Tag des Städtebaus, an dem das Fest gefeiert wurde. Er erinnerte daran, dass der Bund zu diesem Projekt über das Programm „nationale Projekte des Städtebaus“ eine Million Euro beigetragen habe, womit auch der Platz und der Schornstein saniert wurden. Die Sanierung sei früher gekommen als ursprünglich gedacht, habe sich aber als große Chance erwiesen, wie OB Lang sagte. „So können wir jedes Jahr bis zur Landesgartenschau ein bisschen feiern – auch und gerade mit jenen, die sich der ERBA eng verbunden fühlen.“

Lang dankte den Vereinen in der ERBA für ihre Treue, all jenen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, dem Jugendgemeinderat und allen anderen engagierten Jugendlichen, dem Unternehmen Green City Experience für die Arbeit an der Bürgerbeteiligung. Zudem sagte er dem ERBA-Museumsverein zu, einen guten Platz für ihn zu finden.

Um das Fest gerade für junge Leute interessant zu machen, hatte es Angebote wie Henna-Tattoos und eine Kleidertauschbörse samt Relaxecke gegeben. Viele junge Helfer engagierten sich dabei – aus dem Jugendgemeinderat, dem Jugendhaus Wangen, dem Jugendzentrum Tonne, dem portugiesischen und türkischen Verein sowie dem Jugendrotkreuz.

Der ERBA-Museumverein öffnete wieder seine Räume und zeigte seine Erinnerungsstücke an die ERBA. Wolfgang Forster führte zweimal eine Gruppe Interessierter über das im Bau befindliche Parkdeck. Es soll die Fahrzeuge von Anwohnern, Mitarbeitern der Unternehmen im Gebiet sowie von Besuchern aufnehmen und im Herbst fertiggestellt sein. Der Portugiesische und der Türkische Verein sorgten für leckere Verpflegung.

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