Unterallgäuer Kreishaushalt 2018 verabschiedet

10.4.2018 Landkreis Unterallgäu. Volle Zustimmung für den Kreishaushalt 2018: Ohne eine einzige Gegenstimme haben sich die Mitglieder des Unterallgäuer Kreistags für das von Kreiskämmerer Sebastian Seefried vorgestellte Zahlenwerk ausgesprochen und den Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2021 genehmigt.

Die beiden zentralen Punkte: Der Landkreis soll bis zum Jahr 2026 im Kernhaushalt schuldenfrei sein. Gleichzeitig werden die Gemeinden durch eine niedrigere Kreisumlage um rund 827.000 Euro entlastet: Der Hebesatz sinkt um 0,5 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent.

Insgesamt hat der Landkreis-Haushalt in diesem Jahr ein Volumen von 166,25 Millionen Euro. Davon entfallen 146,04 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt; 20,20 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Über die Kreisumlage, die die Gemeinden auf Grundlage ihrer jeweiligen Steuerkraft bezahlen müssen, nimmt der Landkreis in diesem Jahr 75,79 Millionen Euro ein.

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Hinzu kommen auf der Einnahme-Seite Schlüsselzuweisungen des Freistaats Bayern in Höhe von 17,58 Millionen Euro. Größter Brocken bei den Ausgaben ist die Bezirksumlage, die der Landkreis an den Bezirk Schwaben abführen muss. Diese liegt 2018 – bei einem unveränderten Bezirksumlagesatz – bei 37,07 Millionen Euro.

Um die Schulden im Kernhaushalt bis 2026 vollständig zu tilgen – es handelt sich dabei um derzeit 14,74 Millionen Euro – soll eine Sonderrücklage aufgebaut werden. Die allgemeine Rücklage soll auf einem Stand von rund vier Millionen Euro gehalten werden, damit keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen und der Landkreis trotzdem auf finanzielle Belastungsspitzen reagieren kann.

Kommt es zu einem positiven Jahresergebnis 2018 und die Rücklage würde auf über vier Millionen Euro wachsen, soll dieser Überschuss durch eine weitere Senkung des Kreisumlagen-Hebesatzes an die Gemeinden weitergegeben werden.

In den vergangenen Monaten war der Haushaltsplan umfassend in den verschiedenen Ausschüssen vorberaten worden. Herausgekommen ist laut Landrat Hans-Joachim Weirather ein ausgewogenes Zahlenwerk – auf der einen Seite sei darin die für eine positive Entwicklung notwendige Investitionskraft abgebildet. Auf der anderen Seite sei der Haushalt mit seinem klaren Signal in Richtung Entschuldung auch von Nachhaltigkeit geprägt. Und nicht zuletzt komme der Landkreis über die Senkung der Kreisumlage auch den Gemeinden entgegen.

Die Sprecher der im Kreistag vertretenen Fraktionen sahen den diesjährigen Kreishaushalt unter dem Strich ebenso positiv – wenn auch die Meinungen beispielsweise über die Höhe der Kreisumlage auseinandergingen. Unisono bedankten sich alle Fraktionen beim Kreiskämmerer und seinem Team für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit.

Haushalts-Eckdaten

Gesamthaushalt: 166,25 Millionen Euro (2017: 160,69 Millionen Euro)

Verwaltungshaushalt: 146,04 Millionen Euro (2017: 139,72 Millionen Euro)
Vermögenshaushalt: 20,20 Millionen Euro (2017: 20,97 Millionen Euro)

Umlagekraft: 165,48 Millionen Euro (2017: 152,02 Millionen Euro)
Kreisumlage: 75,79 Millionen Euro (2017: 70,38 Millionen Euro)
Bezirksumlage: 37,07 Millionen Euro (2017: 34,05 Millionen Euro)
Schlüsselzuweisungen: 17,58 Millionen Euro (2017: 16,74 Millionen Euro)