Unterallgäuer verbrauchen weniger Strom

18.12.2015 Landkreis Unterallgäu. Im Landkreis Unterallgäu ist der Stromverbrauch in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig steigt der Anteil an erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch. Das sind die beiden wichtigsten Ergebnisse der Strombilanz des Landkreises Unterallgäu für das Jahr 2014.

Zusammengestellt und ausgewertet hat die Daten das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!). Die Strombilanz dient der Kontrolle, ob die Ziele des Klimaschutzkonzepts erreicht wurden.

Im Jahr 2014 lag der Stromverbrauch im Landkreis laut Strombilanz bei rund 1022 Gigawattstunden (GWh). 2005 waren es noch 1331 GWh. Der Verbrauch hat also in diesem Zeitraum um rund 23 Prozent abgenommen. Am meisten Strom beziehen im Landkreis die großen Unternehmen.

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Doch deren Stromverbrauch hat sich in den vergangenen Jahren um über 30 Prozent reduziert, von 970 GWh im Jahr 2005 auf 670 GWh im Jahr 2014. Landrat Hans-Joachim Weirather spricht von bemerkenswerten Zahlen: „Obwohl die Beschäftigungszahlen im Landkreis gestiegen sind und Industrie und produzierendes Gewerbe sehr stark sind, ist der Stromverbrauch gesunken. Das spricht für eine hohe Energieeffizienz.“

Der Anteil der erneuerbaren Energien am verbrauchten Strom ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Unser im Klimaschutzkonzept formuliertes Ziel haben wir bereits übertroffen“, sagt Klimaschutzmanagerin Andrea Ruprecht. Festgelegt war, im Jahr 2021 die Hälfte des verbrauchten Stroms aus regenerativen Energien zu beziehen.

Während der Anteil 2010 noch bei 34 Prozent lag, stieg er bis 2012 auf 53 Prozent und erhöhte sich bis 2014 auf 59 Prozent. Eine besonders große Rolle spielt im Unterallgäu die Solarenergie, gefolgt von Energie aus Biomasse und Wasserkraft. Landrat Weirather betont: „Wir haben im Unterallgäu in Sachen Klimaschutz bereits viel erreicht. Jetzt heißt es: Dran bleiben.“