Viel Lob für die neuen Räume im Wangener Spital

10.6.2019 Wangen im Allgäu. Zwei Gruppen des Kindergarten Haid sind jetzt in den H-Bau des Spitals in der Altstadt eingezogen.

Damit sind alle Räume im Erdgeschoss des Spitals wieder genutzt. Oberbürgermeister Michael Lang und das Team aus Planern und ausführenden Gewerken machten sich ein Bild von der neuen Situation.

Alle gemeinsam zeigten sich glücklich über das erzielte Ergebnis, das zur Folge hat, dass der H-Bau nun auch wieder mit Leben gefüllt wird. „Es ist schön, wenn die Räume wieder in eine soziale Nutzung gehen“, sagte OB Lang. Tatsächlich sind die Kita-Räume dort entstanden, wo früher im Seniorenheim gekocht und gegessen wurde.

Dass die Innenstadt bereichert wird, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Auch Kindergartenleiterin Maike Haug bestätigt: „Es bleiben schon immer Menschen stehen und schauen den Kindern beim Spielen im Garten zu.“ Der Garten ist für die jetzige, provisorische Nutzung besonders wichtig.

Denn eigentlich sind die Räume für eine Gruppe des Kindergartens Gottesacker ausgelegt, die voraussichtlich im September einziehen wird. Doch weil das Dach des Kindergartens Haid derzeit saniert werden muss, haben jetzt zwei Gruppen dieser Kita in den neuen Räumen erst einmal über den Sommer Quartier bezogen. Zwei weitere Gruppen sind in der Anton-von-Gegenbaur-Schule untergebracht. Die Jüngsten können weiter in der Haid in die Kita gehen.

OB Lang fragte denn auch, wie es dem Kindergarten in den neuen Räumen im Spital gehe. „Es geht, weil wir viel draußen können. Sonst ist es für zwei Gruppen ein bisschen kuschlig“, sagt Haug. Dafür eröffnet die Lage in der Altstadt viele neue Perspektiven und Erfahrungen. So statteten die Kinder in den ersten Tagen bereits der Stadtbücherei einen Besuch ab, warfen einen Blick in Frisörläden und beobachteten das Markttreiben in der Altstadt.

Den beteiligten Planern und Handwerkern dankte OB Lang für ihre zuverlässige Arbeit. Dem Lob schloss sich auch Architekt Karl Herter an. Er dankte der Stadt für die „sehr schöne Aufgabe“, dem bei der Stadt für die Abwicklung zuständigen Architekten im Stadtbauamt, Jörg Weh, für die angenehme Zusammenarbeit und den Handwerkern, die in der heißen Phase mitgezogen hätten.

Komplimente durfte auch Martin Kappler für die neue Gartenanlage entgegennehmen. OB Lang wies daraufhin, dass dieser Garten neben jenem in der Zunfthausgasse, in der Langen Gasse hinter dem Archiv sowie am Metzigbach der einzige Garten in der Altstadt sei, der öffentlich wahrgenommen werde. Umzäunt ist das Gelände durch einen Metallzaun, der von Bernd King in der Stadtschmiede hergestellt wurde und sich auch den Anforderungen des Leitfadens „Gestaltete Altstadt“ anpasst.

Wenn im Herbst das Gebäude an die Nahwärme angeschlossen werden kann, wird es auch in Sachen Energieversorgung für die Zukunft ertüchtigt. Die derzeit gerade noch funktionierende und mit Erdgas betriebene Anlage wird dann abgestellt und ausgebaut. Der freiwerdende Raum kann dann als dringend benötigter Abstellraum genutzt werden.

Derzeit noch in der Sanierung befindet sich die historische Mauer an der Ecke Hafnergasse/Bindstraße. Die Büroräume im ersten Stock sind soweit, dass die Diakonie mit ihren Büros dort in der zweiten Monatshälfte einziehen kann. Der Aufzug wird, wie Jörg Weh sagte, Ende Juni/Anfang Juli geliefert. Lange Lieferzeiten von rund einem halben Jahr seien der Grund für den leicht verzögerten Einbau. „Es ist sehr schwierig geworden, solche Dinge zu steuern“, sagte er.

Freuen sich über den gelungenen Umbau der Räume im Spital zum Kindergarten: (von links) Astrid Exo (Leiterin des Verwaltungsdezernats, Maike Haug, Leiterin des Kindergartens Haid, Oberbürgermeister Michael Lang, Ingenieur Ralph Schäffler und Architekt Karl Herter, Elmar Burr, der die Fachplanung Haustechnik übernommen hatte, Gartenbauingenieur Martin Kappler sowie die beiden städtischen Architekten Jörg Weh und Stefan Lontzek.
(Foto: Stadt Wangen im Allgäu, Pressestelle)