Wander- und Kletterabenteuer in reiner Höhenluft

Tourengebiete der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch führen grenzenlos durch einzigartige Natur – Salewa Klettersteig geöffnet

25.6.2018 Bad Hindelang-Oberjoch (dk). Vor sieben Jahren wurde Bad Hindelang (Allgäu) zur ersten „Allergikerfreundlichen Kommune“ der Alpen ausgezeichnet.

Mit reinster Höhenluft aufgefüllte Lungen sind die ideale Vorbereitung, um im artenreichsten Gebirge Deutschlands die Wander- und Klettertouren aktiv zu beschreiten, die die Bergbahnen Bad Hindelang-Oberjoch am „Iseler“ in Oberjoch und dem „Imberger Horn“ in Bad Hindelang anbieten.

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Der „Salewa-Klettersteig“ ist ebenfalls wieder begehbar. Die bei Gästen wie Einheimischen sehr beliebte Route mit den Schwierigkeitsgraden B und C besteht 2018 seit zehn Jahren.

Derzeit bringt die Wiedhagbahn der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch Tourengeher auf den Iseler, ab Montag, 2. Juli, ist die Iselerbahn wieder in Betrieb.

Der Einstieg des Salewa Klettersteigs ist auch mit der Wiedhagbahn zu erreichen: Von der Bergstation der Wiedhagbahn verläuft ein Fußweg zur Bergstation der Iselerbahn. Nach etwa 30 Minuten Gehzeit geht es direkt weiter zum Einstieg in den Klettersteig.

Kurze oder längere Touren, gemütliche Wanderungen oder alpine Berge – das Wander- und Tourengebiet der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch ist nahezu grenzenlos und bietet Einheimischen und Feriengästen Ausflugsmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade. Insgesamt 300 Wanderkilometer stehen Familien und sportlich ambitionierten Tourengehern parat.

Bergwanderungen und Wandertouren in der atemberaubenden Voralpenlandschaft in und um Oberjoch lassen sich je nach Schwierigkeitsgrad, Streckenlänge, Gehzeit oder Höhenunterschied zusammenstellen. Es empfiehlt sich, die Bergausrüstung auf Vollständigkeit zu prüfen und Bergführer oder erfahrene Tourengeher bereits bei der Planung mit einzubeziehen.

„Unsere Bergschulen stehen Gästen und Einheimischen zur Aufklärung und Schulung bereit. Wer sich unsicher ist, sollte das auf jeden Fall nutzen. Meist wird Bergsteigern oder Bergwanderern erst nach einer Gefahrensituation bewusst, welches große Risiko sie eingegangen sind. Eine gut vorbereitete Tour durch die Allgäuer Alpen lohnt sich – milde Temperaturen, verbrieft herausragende Luftqualität und Sonne satt legen den Blick frei auf die Einzigartigkeit der Allgäuer Hochalpen, die sich besonders genussvoll bei einer kulinarischen Rast und regionalen Spezialitäten in Gasthaus, Alpe oder Berghütte mit Restaurantbetrieb erleben lassen“, sagt Bergbahnen-Vorstand Michael Riedlinger.

Neben großartiger Aussicht gibt es spektakuläre Naturschauspiele zu sehen wie etwa den „Zipfelsfall“ – ein imposanter Wasserfall in Hinterstein. In Bad Hindelang locken anspruchsvolle Wandertouren und familienfreundliche Routen wie der „Schmugglersteig“ oder der „Langsamste Wanderweg der Welt“, bei dem Einkehren Pflicht ist. Abkühlung verspricht das Hochmoorbad in Oberjoch.

Vom Ausgangspunkt im Bad Hindelanger Ortsteil Hinterstein führen verschiedene Touren über bekannte Höhenwege bis nach Oberstdorf oder in das Tannheimer Tal in Österreich. Die Bergwanderwege sind insgesamt 300 Kilometer lang, 100 davon sind hochalpin.

Es locken Bergklassiker wie die Tour zum „Hochvogel“ auf 2.592 Metern. Vom Giebelhaus geht es zum „Prinz-Luitpold-Haus“, das Ausgangspunkt zur Besteigung des Hochvogels und zugleich die älteste Schutzhütte in den Allgäuer Alpen ist.

Fortgeschrittene Kletterer bevorzugen den Salewa Klettersteig oder den Bad Hindelanger Klettersteig. Insbesondere der Salewa-Klettersteig, ein klassischer, mittelschwerer Klettersteig an der Flanke des Iselers ist bei Berglern beliebter denn je.

Die Routenführung des von den heimischen Bergführern Patrick Jost und Thomas Heckelmiller 2008 geplanten und erschlossenen Klettersteigs ist klar strukturiert, die Seilsicherung und Linienführung durchgehend. Die Route auf dem „Iseler“ in Oberjoch ist geeignet für erfahrene Tourengeher und sportliche Anfänger. Der kurze Zustieg macht die Kletter-Route auf dem 1.876 Meter hohen „Iseler“ aber auch für Familien populär.

„Trittfestigkeit und Griffsicherheit sind jedoch ebenso zwingend erforderlich wie die richtige Ausrüstung – zudem sollte man schwindelfrei sein und sich bei der Tour Zeit lassen. Es macht wenig Sinn, den Klettersteig im Eiltempo zu durchsteigen, was zudem gefährlich ist“, sagt Bergbahnen-Vorstand Michael Riedlinger.

Die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch arbeiten eng mit dem Hindelanger Bergführerbüro zusammen, das betreffend Sicherheit, Ausrüstung und Gefahren Ratschläge und Auskunft zu Touren und richtiger Verhaltensweise gibt – zum Beispiel, wie man sich am Drahtseil oder an Leitern richtig verhält.

Zudem bietet das Expertenteam des Hindelanger Bergführerbüros verschiedene Touren an und lehrt dabei Anfängern wie man über Felswände klettert, über schaukelnde Brücken balanciert oder an einem Seil hängend Schluchten überquert. Zur Verfügung stehen über 25 Berg- und Skiführer, die staatlich geprüft oder gerade in der Ausbildung sind.

Salewa Klettersteig in Kürze

Der Salewa-Klettersteig verläuft über rund 700 Höhenmeter in Allgäuer Fels- und Schrofengelände. Die Route gliedert sich in drei Abschnitte. Für den ersten Abschnitt (rund 800 Meter) sollten Tourengeher rund zwei Stunden Zeit einplanen. Der erste Abschnitt folgt einer logischen Linie von Bändern und Stufen durch die Nordflanke des Iseler-Gipfels (1.876 Meter).

Die Gehzeit zur Bergstation des Iseler beträgt etwa anderthalb Stunden. Auf dem Weg dorthin müssen Tourengeher im Mittelteil zwei Steilstufen sowie mit der „Bergführerplatte“ eine Schlüsselstelle überwinden. Dieser Überhang der Schwierigkeit C ist inzwischen zwar durch zusätzliche Trittstifte etwas entschärft worden, er ist jedoch nach wie vor anspruchsvoll.

Der zweite und dritte Teil des Salewa Klettersteigs quert unterhalb des Grates hinüber zum Kühgundspitze. Der zweite Abschnitt (600 Meter/ca. 1 Stunde Gehzeit) ist zunächst leicht absteigend und führt vom Iselergipfel zur Iselerscharte. Es folgt der Panoramaweg in Richtung Osten und nach rund zehn Minuten Gehzeit der Einstieg zur Fortsetzung des Klettersteigs.

Parallel zum Berggrat führt der dritte Abschnitt (1.000 Meter/2 Stunden) über das „Gemsband“ durch das „Kanonenrohr“ zum Ausstieg auf den Kühgundkopf auf 1907 Meter.

Touren (eine Auswahl):

– Iselergipfel:
Dauer: 50 Minuten (min); Länge: 1,5 Kilometer (km); Höhenmeter (auf):
210 Meter (m), ab: 37 Meter (m).

– Zipfelsalp:
Dauer: 180 min; Länge: 7,1 km; Höhenmeter (auf): 264 m, ab: 973 m.

– Stuibensattel:
Dauer: 150 min.; Länge: 6,8 km; Höhenmeter auf: 333 m, ab: 819 m.

– Bschießer – Ponten:
Dauer: 290 min; Länge: 8,0 km; Höhenmeter auf: 795 m, ab: 727 m.

– Palmweg:
Dauer: 120 min; Länge: 4,8 km; Höhenmeter auf: 9 m, ab: 757 m

– Ochsenalpe:
Dauer: 90 min; Länge: 5,0 km; Höhenmeter auf: 59 m, ab: 476 m

– Wiedhag/Gundalpe:
Dauer: 60 min; Länge: 3,6 km; Höhenmeter auf: 20 m, ab: 437 m

– Panoramaweg/Iseler:
Dauer: 240 min; Länge: 9,8 km; Höhenmeter auf: 448 m, ab: 864 m

– Rundweg/Kleine Iselerrunde:
Dauer: 30 min; Länge: 1,1 km; Höhenmeter auf: 74 m, ab: 70 m

– Rundweg/Große Iselerrunde:
Dauer: 240 min; Länge: 11,1 km; Höhenmeter auf: 470 m, ab: 879 m