Wintersaison 2021 im Allgäu beendet

14.3.2021. Die großen Wintersportgebiete im Allgäu haben die Wintersportsaison 2020/2021 für beendet erklärt – ohne dass sie überhaupt stattgefunden hat.

Die positive Nachricht: Die Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit, bzw. werden erstattet.

Kurzinterview mit Cedric:

AT: Du hast es vorausgesagt: „Eine Wintersaison 2020/2021 im Allgäu wird es nicht geben“. Welche Schlüsse ziehst Du?

CH: Sehr traurig, es war vorhersehbar! Bergbahnen, Gastronomen, Hoteliers, Pensionen etc. wurden monatelang in „Standby“ gehalten, obgleich es klar war, dass die Saison ausfällt. Von den angehängten Branchen, wie Gastronomie, Metzgereien, Bäckereien, Brauereien, Saisonkräften und viele mehr, wollen wir erst gar nicht reden.

AT: Ein Blick auf die Sommersaison – Mallorca darf wieder „beurlaubt“ werden. Was heißt das für unsere Region?

CH: Nichts! „Party auf Malle“ ist nicht, höchstens Natururlaub. Maskenpflicht allerorts, Ausgangssperre etc. Ich befürchte, dass sich die Situation bei uns, sich nicht von der des letzten Jahres unterscheiden wird.

AT: Also wieder Parkplatzchaos?

CH: Die Leute wollen wieder raus – wer sollte ihnen das verdenken? Mir fehlen hier Konzepte, wie man die Besucherströme nachhaltig steuert… Wahrscheinlich wird es wieder Parkplatzsperrungen geben, ohne Alternativen aufzuzeigen.

AT: Aber es werden doch Alternativen aufgezeigt: Der DAV wird beispielsweise eigene Busse einsetzen, um naturverliebte Münchener in die Berge zu bringen.

CH: Es ist durchaus ein Ansatz, allerdings wird in diesem Konzept das Anfahren touristischer „Hotspots“ ausdrücklich ausgeschlossen. Aber genau da wollen die Leute hin. Zudem machen mir die Münchener keine Kopfschmerzen – es sind die Augsburger, Memminger, Kemptener etc., die ihre Freizeit genießen möchten.

AT: Wieder ein Wonnejahr für die Biergärten?

CH: Die werden sicher wieder proppenvoll, aber ein Wonnejahr hätte 12 Monate und nicht nur einen Sommer…

AT: Abschließend – wann meinst Du, hat der Spuk ein Ende? Wann wird es wieder „normal“?

CH: Hellsehen kann ich leider nicht, aber wäre ich Veranstalter, würde ich wohl einen Ostermarkt 2022 planen. Bei einem Weihnachtsmarkt 2021 würde ich Bauchschmerzen haben. Zu viele Faktoren, die einherspielen, um Prognosen zu treffen. Die Impfbereitschaft der Bevölkerung, Lieferengpässe der Impfstofflieferanten, Mutationen, teils nicht nachvollziehbare Öffnungsstrategien – wer sich eine „Herdenimmunität“ bis Ende dieses Jahres erhofft, muss schon sehr optimistisch sein.

AT: Vielen Dank!