26.4.2021 – Kind in Gibitzenhof lebensgefährlich verletzt

27.4.2021 Nürnberg. Am Montagmorgen (26.4.2021) fanden Zeugen ein schwer verletztes Kind im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Gibitzenhof. Die Mordkommission hat die Ermittlungen hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen.

Gegen 06:10 Uhr riefen Zeugen über Notruf bei der Einsatzzentrale Mittelfranken an und teilten mit, dass ein schwerverletztes Kind im Hinterhof des Anwesens liegt. Offensichtlich hatte sich das Kind die Verletzungen durch Sturz aus größerer Höhe zugezogen.

Eine Frau, die sich im 2. Stock des Anwesens befand, soll sich schreiend am Fenster einer Wohnung aufgehalten haben. Sofort wurden Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd zum Ereignisort beordert.

Der ebenfalls alarmierte Notarzt übernahm sofort die medizinische Versorgung des fünfjährigen Mädchens. Das Kind wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Polizeibeamte nahmen kurz darauf eine 29-jährige Frau fest, bei der es sich um die Mutter der Fünfjährigen handelt. Sie hatte sich zuvor am Fenster der Wohnung im 2. Stock aufgehalten. Die Frau erweckte den Anschein, sich in einer psychischen Ausnahmesituation zu befinden und musste ebenfalls medizinisch betreut werden.

Beamte des Kriminaldauerdienstes Mittelfranken übernahmen die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen vor Ort. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Kriminalbeamten davon aus, dass die Verletzungen des Kindes mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Fremdverschulden verursacht wurden.

Im Zuge der Ermittlungen der Mordkommission der Kriminalpolizei Nürnberg erhärtete sich ein dringender Tatverdacht gegen die 29-jährige Mutter des Kindes. Die festgenommene Frau musste aufgrund ihres Gesundheitszustandes in fachärztliche Behandlung übergeben werden.

Das Fachkommissariat K11 hat Ermittlungen hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet. Die Hintergründe sowie der genaue Geschehensablauf sind Gegenstand der Ermittlungen, die derzeit noch andauern.

(Symbolfoto, Quelle: Bayerische Polizei)