28.3.2019 – Zugunfall in Weißenohe

29.3.2019 Weißenohe/Oberfranken. Ein Leichtverletzter und Sachschaden in Höhe von etwa 25.000 Euro ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls vom Donnerstagmorgen in der Nähe der Bahnhaltestelle Weißenohe, als an einem unbeschrankten Bahnübergang ein Volkswagen mit der Regionalbahn zusammenstieß.

Kurz vor 9 Uhr befuhr ein 54-jähriger Kurierfahrer mit seinem Golf-Kombi die Ortsstraße „Im Neuacker“ in Richtung Bundesstraße B2. Er wollte den unbeschrankten und lediglich mit Andreaskreuz gekennzeichneten Bahnübergang queren. Aus bisher nicht nachvollziehbaren Gründen überhörte er das Pfeifsignal und übersah den von Gräfenberg nach Weißenohe mit geringer Geschwindigkeit herannahenden Zug.

Der 25-jährige Lokführer bemerkte aus einiger Entfernung noch das querende Auto und aktivierte das Dauerpfeifsignal. Gleichzeitig leitete er eine Notbremsung ein. Erst kurz vor dem Bahnübergang erkannte der Autofahrer das Unheil und bremste seinen Wagen bis zum Stillstand ab. Allerdings befand sich die Fahrzeugfront bereits auf dem Gleisbereich.

Die noch im Bremsvorgang befindliche Lok erfasste vorne links den Golf und schob diesen zur Seite. Der Lokführer mit etwa 20 Fahrgästen konnte glücklicherweise unverletzt die Abteile verlassen. Der Kurierfahrer kam mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon.

Beamte der Bundespolizei Nürnberg unterstützten die Polizeiinspektion Ebermannstadt bei der Unfallaufnahme. Weiterhin war der Notfallmanager der Bundesbahn vor Ort. Für die Verkehrsregelung und Sicherung der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Weißenohe, Igensdorf und Gräfenberg eingesetzt.

Die Polizei hat die Unfallermittlungen aufgenommen und eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.