30.12.2016 – Großeinsatz nach Randale in Fürth

30.12.2016 Fürth. Heute Nacht (30.12.2016) kam es in der Fürther Altstadt zu einem umfangreichen Polizeieinsatz, bei dem letztlich mehrere Personen in Gewahrsam genommen werden mussten. Anlass war eine Ruhestörung vor einem Schnellimbiss.

Gegen 01:45 Uhr teilten mehrere Anrufer der mittelfränkischen Einsatzzentrale eine enorme Lärmbelästigung in der Königstraße mit. Zahlreiche Personen hielten sich vor einem Imbiss auf und verursachten diesen Lärm.

Zunächst fuhren zwei Streifen der Fürther Polizei an und trafen auf die Personengruppe. Sie bestand aus ca. 15 Personen. Das Eintreffen der Beamten bewirkte eine deutliche Beruhigung und letztlich auch das Abwandern der Gruppe.

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Während dieser Abwanderungsphase schlug ein 22-Jähriger mehrfach gegen eine Haustür in der Königstraße und auf einen geparkten Pkw ein. Diesen Vorfall beobachtete eine Zivilstreife der Fürther Polizei und schritt umgehend ein.

Der mutmaßliche Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Dies war für den Rest der Gruppe offenbar Anlass, sich mit dem Beschuldigten zu solidarisieren und auf die Beamten sowohl verbal als auch sehr aggressiv einzuwirken.

Es kam u.a. auch zu Beleidigungen gegenüber der Polizei. Deshalb forderten die Beamten zur Unterstützung der Maßnahme und zur Beruhigung der Situation weitere Streifen an. Am Ende waren rund 40 Beamte aus Nürnberg, Fürth, Stein und Zirndorf am Einsatzort eingetroffen.

Im Verlauf des Einsatzgeschehens wurden drei Personen (22 und 25 Jahre alt) nach heftiger Gegenwehr in Gewahrsam genommen, zur Dienststelle gebracht und dort arretiert. Das Trio beleidigte mehrere eingesetzte Polizeibeamte in unflätiger Weise und zeigte sich weiterhin sehr aggressiv.

Teilweise mussten die Männer mit unmittelbarem Zwang beruhigt und gefesselt werden. Obwohl deutlicher Alkoholgeruch wahrnehmbar war, verweigerten sie eine freiwillige Überprüfung.

Auch in den Haftzellen kam es gegenüber Polizeibeamten zu weiteren Beleidigungen und aggressivem Verhalten.

Bei zwei Beschuldigten ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass sie mit ihren Mobiltelefonen den Sachverhalt in Bild und Ton aufgenommen hatten. Während ein Telefon mit Einverständnis des Besitzers sichergestellt wurde, musste das zweite beschlagnahmt werden. Die Auswertung der Telefone bleibt abzuwarten.

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen wurden weder die Beschuldigten noch Polizeibeamte verletzt. Der angegangene Pkw scheint nach einer ersten Inaugenscheinnahme unbeschädigt zu sein. Gleiches gilt für die Haustür in der Königstraße.

Wegen mehrerer strafrechtlicher Verstöße, u.a. wegen Beleidigung und versuchter Sachbeschädigung, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen der PI Fürth dauern an.