6.8.2013 – Unwetter in Unterfranken

7.8.2013 Unterfranken. Ein Unwetter hat am Dienstagnachmittag die unterfränkischen Polizeidienststellen und Rettungskräfte beschäftigt.

Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken gingen über 100 Notrufe ein. Als ein Baum bei Kahl am Main auf einen Pkw stürzte wurde eine Person verletzt. Der Gesamtschaden, der durch das Unwetter angerichtet wurde steht noch nicht fest.

Gegen 16:30 Uhr näherte sich aus Westen die Unwetterfront nach Unterfranken. Von da an gingen beinahe im Minutentakt die Notrufe bei der Polizei ein. Bis 19:30 Uhr zählte die Einsatzzentrale der Polizei mehr als 100 Meldungen über umgestürzte Bäume, herumfliegende Gegenstände, abgedeckte Häuser, blockierte Fahrbahnen, Blitzeinschläge und beschädigte Gebäude.

Im Bereich des Untermains waren es zunächst nur umgestürzte Bäume, welche die Rettungskräfte von den Straßen zu räumen hatten. In Kahl am Main fiel gegen 17:45 Uhr ein Baum auf einen Pkw. Der Autofahrer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Als das Unwetter über den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg wütete, schlug um kurz nach 17:00 Uhr ein Blitz in Partenstein in ein Wohnhaus ein und löste einen Brand aus. Glücklicherweise wurde bei dem Blitzeinschlag niemand verletzt. Den entstanden Schaden schätzt die Polizei auf etwa 20.000 Euro. Nur wenige Minuten später wehte der starke Wind in Würzburg Baumaterialien eines Hochhauses im Bereich der Schweinfurter Straße auf die Fahrbahn. Gegen 18:45 Uhr deckte der Sturm im Arnsteiner Ortsteil Reuchelheim eine Scheune ab. Die eintreffende Feuerwehr stellte fest, dass die Gebäudefront komplett weggebrochen war. Eine Seitenwand drohte einzustürzen.

In der Region Main-Rhön riss der Sturm gegen 17:40 Uhr in Nüdlingen sämtliche Ziegel von einem Wohnhaus. In der selben Ortschaft zerstörte der Wind nur 15 Minuten später ein ganzes Gartenhaus. In Garitz wurde kurz vor 18:00 Uhr ein Haus halb abgedeckt. Durch herabfallende Ziegel wurden mehrere geparkte Fahrzeuge beschädigt. Bei Schonungen im Landkreis Schweinfurt wurden sechs Menschen von der Feuerwehr und der Wasserrettung. Die sechs befanden sich an der sogenannten Schonunger Bucht, als das Unwetter aufzog. Durch die Rettungskräfte wurden alle Personen in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand.

Gegen 19:30 Uhr zog das Unwetter dann weiter Richtung Osten. Derzeit laufen noch vereinzelt Bergungs- und Sicherungsarbeiten im gesamten Bereich. Wie hoch der Sachschaden ist, der durch den Sturm verursacht wurde, wird sich erst im Laufe nächsten Tage herausstellen.


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