8.11.2013 – Erpressung in Aschaffenburg

9.11.2013 Aschaffenburg. Unter massivem Einsatz eines Pfeffersprays haben am Freitagnachmittag zwei Männer versucht, von einem Aschaffenburger Geschäftsmann mehrere tausend Euro Bargeld zu bekommen.

Angeblich handelte es sich dabei um eine Forderungssache wegen eines Unfalls. Gegen die beiden Beschuldigten läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung und gefährlicher Körperverletzung.

Die Polizei war gegen 14:40 Uhr informiert worden, nachdem der Geschädigte mit Pfefferspray attackiert worden war. Es stellte sich heraus, dass die beiden 29 und 40 Jahre alten Männer mehrere tausend Euro von dem Geschädigten wollten, wobei es sich angeblich um Forderungen aus einem Verkehrsunfall in Gießen handelte. Die beiden Beschuldigten waren zu diesem Zeitpunkt allerdings spurlos verschwunden.

Der 40-jährige Geschäftsbetreiber hatte bei der Pfeffersprayattacke stark gerötete Augen davon getragen und konnte sich kaum verständigen. Der Mann wurde dann vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.

Nach der medizinischen Versorgung war dann auch eine genaue Befragung des Geschädigten möglich. Hintergrund der angeblichen Forderung war ein Verkehrsunfall im Jahr 2012 in Gießen, der damals auch von der hessischen Polizei aufgenommen wurde war. Bei dem Unfall war ein Schaden in Höhe von etwa 2.500 Euro entstanden.

Allerdings wollte der Unfallgegner im Nachhinein offenbar wesentlich mehr Geld, was aber bereits von einem Gericht abgewiesen worden war.

Trotzdem tauchte der 29-Jährige mit dem 40-jährigen Bekannten am Freitagnachmittag an dem Geschäft in der Aschaffenburger Innenstadt auf, um seine Forderungen mit entsprechendem Nachdruck und letztendlich auch unter Einsatz des Pfeffersprays geltend zu machen.

Die beiden Männer aus Aschaffenburg, die zunächst geflüchtet waren, kamen im Laufe des Nachmittags selbst zur Aschaffenburger Polizei, weil sie nun ihrerseits gegen den Geschäftsmann Anzeige erstatten wollten. Diesbezüglich sind die Ermittlungen noch im Gange.


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