9.8.2020 – Mehrere Polizeieinsätze an Baggerseen in Oberfranken

10.8.2020 Oberfranken. Am vergangenen Wochenende verzeichnete die Polizei mehrere Einsätze an widerrechtlich genutzten Baggerseen.

So teilten Zeugen der Polizeiinspektion Forchheim am Samstagabend mehrere Verstöße an einem Baggersee im westlichen Landkreis mit.

Trotz der aufgestellten Warn- und Verbotsschilder hielten sich dort zahlreiche Personen auf. Da es sich bei dem See um ein Privat- bzw. Firmengelände handelt und der Verantwortliche aus Sicherheitsgründen das Betreten sowie das Baden untersagt hatte, stellte die Polizei die Personalien von 13 Personen fest.

Diese verhielten sich nach entsprechender Belehrung einsichtig und verließen das Gelände.

Unerwünschte Badegäste müssen jedoch mit einem Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs oder auch zivilrechtlichen Forderungen des Eigentümers rechnen.

Appell der Polizei Oberfranken

Bei allem Verständnis, dass angesichts der derzeitigen Hitze jede Möglichkeit der Abkühlung gesucht wird, ist der Aufenthalt an Baggerseen, die nicht eigens dafür ausgewiesen sind, nicht nur rechtswidrig, sondern auch gefährlich.

Derartige Gewässer werden nicht von Schwimmaufsichten betreut. So ertrank in einem Baggersee im südlichen Landkreis im Juli 2015 ein kleiner Junge unbemerkt von den zahlreichen Badenden. Untiefen, Geländeabbrüche und stark unterschiedliche Wassertemperaturen können selbst für gute Schwimmer zum Problem werden.

Weil es weder sanitäre Anlagen noch eine Überprüfung der Wasserqualität gibt und Feiernde dort oftmals ihren Müll samt Glasscherben hinterlassen, bestehen zudem allgemeine Gesundheitsgefahren. Baggerseen sind daher keine geeignete Alternative für öffentliche Badeseen oder Freibäder.