13.5.2020 – Polizeieinsatz wegen fehlendem Mund-Nasen-Schutz in München

14.5.2020 München. Am Mittwoch, 13.5.2020, gegen 15:00 Uhr, erhielt die Polizei vom Sicherheitsdienst eines Einkaufszentrums in Allach die Mitteilung, dass Kunden wie auch Angestellte der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes teilweise nicht nachkommen und auf Ansprache abweisend reagierten.

Der Einsatz wurde von Beamten der Einsatzhundertschaft München durchgeführt. Vor Ort konnten mehrere Verstöße festgestellt werden. Meist reichte jedoch ein Ansprechen der Personen, um die Tragepflicht durchzusetzen.

Gegen 15:40 Uhr wiesen die Beamten eine 56-jährige Ladeninhaberin aus München auf die Tragepflicht hin. Sie trug zwar eine Maske, diese war jedoch nur um den Hals gehängt und bedeckte weder Mund noch Nase. Auf die mehrmalige Ansprache und die Erläuterung der bestehenden Rechtslage durch die Beamten reagierte die Münchnerin äußerst uneinsichtig und verhielt sich unkooperativ.

Die Beamten entschlossen sich zu einer Identitätsfeststellung der Münchnerin. Diese versuchte sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Die Beamten hinderten sie an der Flucht und hielten sie fest. Hiergegen setzte sich die Münchnerin zur Wehr und musste gefesselt werden. Im Zuge der Widerstandshandlungen verletzte sich die Münchnerin leicht an der Hand. Die Beamten blieben unverletzt.

Mehrere schaulustige Personen umringten die Beamten und kommentieren die Maßnahmen teilweise durch lautes Rufen wie „Polizeigewalt!“. Die Polizisten riefen sich noch weiter Kräfte als Unterstützung herbei. Mit diesen gelang es die Schaulustigen zurückzuhalten.

Gegen die Tatverdächtige wurde eine Strafanzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie ein Bußgeldverfahren wegen dem Verstoß nach der Infektionsschutzverordnung eingeleitet. Sie wurde nach den Maßnahmen vor Ort entlassen.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)